Sturmvogel und Windfänger

ALTSTÄTTEN. Altstätter Werkjahrschüler haben für die «artgarden» drei mehrere Meter hohe Windspiele gebaut. Sie werden nach der Gartenschau zugunsten eines Waisenheims in Afrika versteigert.

Max Tinner
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Windradbaum: Hans-Peter Enderli und Peter Schnell von der Interessengemeinschaft Einkaufen in Altstätten, die Schüler Corina Bollhalder, Dibran Sulejmani, Manuel Wittenwiler, Seid Sulejmani und Andre Klein sowie Werklehrer Urs Felber (v. l.) vor dem Windspiel im Museumsgarten. (Bild: Max Tinner)

Windradbaum: Hans-Peter Enderli und Peter Schnell von der Interessengemeinschaft Einkaufen in Altstätten, die Schüler Corina Bollhalder, Dibran Sulejmani, Manuel Wittenwiler, Seid Sulejmani und Andre Klein sowie Werklehrer Urs Felber (v. l.) vor dem Windspiel im Museumsgarten. (Bild: Max Tinner)

Schüler des Altstätter Werkjahres haben für die Gartenschau «artgarden» drei grosse Windspiele gebaut. Eines steht bei der Sternen-Apotheke beim Rathausbrunnen, eines im Museumsgarten bei der Prestegg, das dritte in der Marktgasse beim Haus Falken (Berufs- und Laufbahnberatung, Vögele). Für die Interessengemeinschaft Einkaufen in Altstätten (Igea), die hinter der «artgarden» steht, sind die mehrere Meter hohen Windspiele «eine echte Bereicherung der Gartenschau», wie Igea-Vorstandsmitglied Hans-Peter Enderli gestern mit sichtlicher Freude sagte.

Wie von Berufsprofis

«Die Konstruktionen könnten von Berufsprofis sein», lobt Igea-Präsident Peter Schnell, «dabei sind die Schülerinnen und Schüler weder Schweisser noch Mechaniker.» Das Ergebnis spreche sehr für die Jugendlichen. Sie hätten offensichtlich den Plausch an der Arbeit gehabt.

Tatsächlich sind die Schüler unter Anleitung von Werklehrer Urs Felber fachmännisch ans Werk gegangen. Am Windspiel im Museumsgarten beispielsweise ist jedes Rad ausgewuchtet worden. Während sechs Wochen haben die Schüler an den Windspielen gearbeitet. Nicht die ganze Zeit, versteht sich, aber insgesamt doch während rund 40 Wochenlektionen.

Wie es sich für Kunstwerke gehört, bekamen die Windspiele gestern von den Schülern noch Namen. Jenes im Museumsgarten nennen sie «Windradbaum», jenes beim Rathausbrunnen «Sturmvogel» und jenes oben an der Marktgasse «Windfänger».

An die Meistbietenden

Die drei Windspiele stehen bis 1. Mai, bis zum Ende der «artgarden», im Städtli. Danach werden sie an die Meistbietenden versteigert. Der Erlös kommt vollumfänglich – nicht einmal Materialkosten werden abgezogen – einem Waisenheim in Afrika zugute, für das sich der Altstätter Josef Felber, Urs Felbers Vater, seit Jahren engagiert.

Schüler als Partner der Igea

Eine weitere Klasse der Schule Altstätten hat Ausstellungsstücke für die Schaufenster der Geschäfte gefertigt. «Die Werkjahrschüler sind zu geschätzten Partnern für die Igea geworden», sagt Peter Schnell. Die beinahe schon traditionelle Zusammenarbeit in der Adventszeit konnte dank der «artgarden» auf das Sommerhalbjahr erweitert werden. Hans-Peter Enderli spricht für beide Seiten: «Igea und Werkjahr profitieren gegenseitig voneinander.»

Die Zusammenarbeit wird auch von Georg Bucher, Schulleiter im Oberstufenzentrum Feld, sehr geschätzt. «In den Augen vieler sind die Werkjahrschüler einfach die schwachen Schüler – bei solchen Gelegenheiten können sie zeigen, dass sie echt etwas draufhaben.»