Stürze verhinderten Top-Rang

Ein 25. und ein 27. Rang: Die Motorradrennen der Kugler-Brüder am Nürburgring waren geprägt von Stürzen und Aufholjagden. In Zolder ging Timo Kugler alleine an den Start und erkämpfte sich trotz eines Sturzes den 14. Rang.

Kurt Latzer
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In Zolder lief es für Timo Kugler (rechts, 22) im Training ausgezeichnet. Im Rennen sah er nach Rennabbruch als 14. die Zielflagge. (Bild: pd)

In Zolder lief es für Timo Kugler (rechts, 22) im Training ausgezeichnet. Im Rennen sah er nach Rennabbruch als 14. die Zielflagge. (Bild: pd)

MOTORSPORT. Mitte Mai in Zolder war Joel, der jüngere der Kugler Brüder, nur als Helfer an der Rennstrecke. Mit dem freien Training war Timo Kugler trotz eines Sturzes ganz zufrieden, die Zeiten haben gepasst. «Im ersten Quali kam ich nicht auf Touren und fuhr nur die 16.-schnellste Zeit», sagt der Balgacher Rennfahrer. Im zweiten Qualifying konnte er wegen Nieselregen seine Zeiten nicht verbessern.

Abbruch nach Stürzen

«Was ich im Training vergeigt hatte, wollte ich im Rennen wieder aufholen», sagte Timo Kugler. Trotz eines Schlages auf das Vorderrad, der ihn zwei Plätze kostete, startete der junge Balgacher vom 18. Rang aus die Aufholjagd. Runde um Runde kämpfte er sich bis auf den 14. Platz vor. Der Sturz von drei Fahrern und der daraus resultierende Rennabbruch beendeten die Jagd nach den Top Zehn von Timo Kugler: «Das war für mich sehr enttäuschend», meinte er nach dem Rennen.

Stark im Training

Bei Timo, dem älteren der Kugler-Brüder, lief es kürzlich im Training am Nürburgring optimal. In den beiden freien Trainings im R6-Cup am Freitag fuhr er die fünftschnellste Zeit. Im Qualifying am Samstag war er trotz teilweise nasser Piste noch schneller. Mit dem vierten Platz im Starterfeld schuf er beste Voraussetzungen fürs Rennen. «Das war mein bisher bester Startplatz im R6-Cup», freute sich Timo Kugler.

«Mein Rennwochenende begann mit einem heftigen Sturz in der ersten Runde und viel Arbeit für die Mechaniker», erinnert sich Joel Kugler. Trotz Nässe und einer schmerzenden Hand erreichte er im Quali des ADAC Junior Cups den 36. Platz im Feld von 46 Fahrern.

Sturz – keine Punkte

Ins Rennen startete Timo Kugler sehr gut, auch wenn er an seine Zeiten im Quali zunächst nicht herankam und auf den 8. Rang zurückfiel. Bis zur siebten Runde verbesserten sich seine Zeiten. Dann der Schreck: Timo Kugler stürzte über das Vorderrad. Mit verbogenem Bremshebel und eingeklemmtem Gaskabel ging der Balgacher wieder ins Rennen, die gute Platzierung allerdings war weg. «Ich bin als 25. über die Ziellinie gefahren und war sehr enttäuscht, nach der guten Ausgangslage keine Punkte mit nach Hause nehmen zu können», sagt Timo Kugler.

In Ungarn fahren beide

Im Gegensatz zu Timo blieb Joel Kugler im Rennen sattelfest. Wegen eines Fahr- und eines Schaltfehlers lief es aber auch für ihn nicht optimal. Er schaffte den Anschluss ans Feld wieder, machte einige Plätze gut und sah als 27. die karierte Zielflagge. Joel Kugler ist dennoch nicht enttäuscht: «Ich konnte meine persönlichen Rundenzeiten um zwei Sekunden verbessern.» Timo Kuglers Fazit: «Bis zum Sturz war alles in Ordnung. Ich konnte alle Trainings in den Top Fünf beenden, was mich sehr motiviert.» Am ersten Juli-Wochenende gehen die beiden Brüder wieder an den Start. Auf dem von Balgach etwa 900 Kilometer entfernten Hungaroring gehen sie vom 3. bis 5. Juli auf die Jagd nach schnellen Rundenzeiten und guten Platzierungen.

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