Stromschlag

Eine neue Studie zeigt: Knapp zwanzig Prozent aller Menschen haben einen messbaren Musikgeschmack. Nur insgesamt sieben Prozent einen guten.

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Andreas Rüdisüli

Andreas Rüdisüli

Eine neue Studie zeigt: Knapp zwanzig Prozent aller Menschen haben einen messbaren Musikgeschmack. Nur insgesamt sieben Prozent einen guten.

Um das herauszufinden, haben die Forscher eine ziemlich komplexe Versuchsanordnung entwickelt. Insgesamt 5000 Frauen und Männer wurden während einer einstündigen Sitzung, bei der sie mittels Elektroden an einen Computer angeschlossen waren, mit Musik aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen beschallt, berieselt oder belästigt (je nach Genre halt).

In dieser Stunde zeichnete der Computer detailliert auf, wie der Proband oder die Probandin auf das jeweilige Musikstück reagierte. Gefiel der Song, schlug der Pegel positiv aus, sonst negativ. Diese Werte zwischen –10 und +10 wurden dann mit einer internen, von Experten erstellten Datenbank abgeglichen. Nicht alle der 5000 Freiwilligen haben allerdings den Test bis zum Ende durchführen dürfen. Zeigte die Messung zum Beispiel bei jemandem mehr als +5,5 Punkte (Toleranzschwelle) bei einem Schlager-Hit an, erhielt der Proband einen kurzen Stromstoss verpasst und musste den Test abbrechen. Das Gleiche geschah bei Techno, Euro-Dance oder dem Heilsarmee-Song.

4312 Probanden haben den Test beendet. Nur 852 von ihnen (19,76 Prozent) wurde von den Uni-Forschern ein messbarer Musikgeschmack attestiert. Nur 301 Personen (299 Männer und zwei Frauen) haben einen guten Musikgeschmack.

Sie haben es geahnt: Die Studie ist natürlich frei erfunden, das Resultat zudem völlig unrealistisch. Vier Prozent, höchstens.