Strom online ablesen und gewinnen

Ab Januar bietet die Elektrizitätsversorgung Naturstrom aus Schweizer Produktion an. Bei der Wahl des Strommixes setzt der Gemeinderat auf Selbstverantwortung. Wer seinen Stromverbrauch online abliest, nimmt an einem Wettbewerb teil.

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Die energieeffizienten Natriumhochdrucklampen verbreiten ein warmes Licht. (Bild: pd)

Die energieeffizienten Natriumhochdrucklampen verbreiten ein warmes Licht. (Bild: pd)

WIDNAU. Der Gemeinderat hat die Stromtarife 2013 festgelegt. Sie sind auf der Homepage www.wid nau.ch aufgeschaltet. Mit Ausnahme des Hochspannungstarifs sind die Preise pro kWh in allen Stromkategorien tiefer als 2012. Anfang 2013 bringt die SAK zwei neue Naturstromangebote, «naturstrom basic» und «naturstrom star» auf den Markt. Beide Stromprodukte sind zertifiziert. Das heisst, es wird gewährleistet, dass dieser Öko-Strom in der Schweiz produziert wird. Aufgrund der breiten Palette von Energie-Fördermassnahmen haben alle Gemeinden der Rheintaler Energie-Initiative RhEI auf Ende 2011 den Wärmepumpenrabatt als tarifarischen Anreiz abgeschafft.

Naturstrom statt Atomstrom

Wer die Produktion erneuerbarer Energien fördern und dabei die regionale Produktion berücksichtigen möchte, kann statt des herkömmlichen Strommixes, der aus 80 % Atomstrom und 20 % Strom aus Wasserkraft besteht, mit einem Aufpreis von 2 Rappen pro Kilowattstunde «naturstrom basic» beziehen. Dieser Strommix besteht zu 95 Prozent aus Strom aus Wasserkraftwerken und zu 5 Prozent aus ökologischem Strom aus Sonne, Wind und Biomasse.

Wer sich noch stärker engagieren möchte, wählt «naturstrom star» mit einem Mix aus 85 Prozent Wasserkraft und 15 Prozent ökologischem Strom aus Sonne, Wind und Biomasse und zahlt dafür einen Aufpreis von 6 Rappen pro Kilowattstunde. Bei einem Zweipersonenhaushalt (Jahresverbrauch 2500 kWh) entspricht dies einem monatlichen Aufpreis von rund 4.50 Franken für «naturstrom basic» resp. 13.50 Franken für «naturstrom star». Die neuen Naturstromqualitäten ersetzen das Angebot der bisherigen Ökostromprodukte, die per 31. Dezember 2012 automatisch auslaufen. Flyer mit Informationen und Bestellformular werden in den nächsten Tagen in alle Haushalte verschickt. Die Elektrizitätsversorgung setzt auf Eigenverantwortung und lässt ihre Abonnentinnen und Abonnenten wählen, welchen Strommix sie einkaufen. Energiepolitik geht alle etwas an, alle tragen Verantwortung mit.

Einfacher und besser

Das Online-Erfassungsportal für die Ablesung der Strom- und Wasserzähler auf www.widnau.ch ist vereinfacht und verbessert worden. Die Zählerstanderfassung ist neu auch via Smartphone möglich (www.widnau.ch/Direktlinks).

Die Applikation fürs Widnau-App folgt nächstes Jahr. Durch die elektronische Erfassung werden die Daten direkt ins Abrechnungssystem der Gemeinde eingespeist; der ganze Verarbeitungsprozess bis und mit Rechnungsstellung erfolgt damit vollautomatisiert. Wer die Online-Ablesemöglichkeit für die Übermittlung seiner Strom- und Wasserverbrauchsdaten nutzt, nimmt an einem Wettbewerb teil. Alle, die das Online-Portal nutzen, haben die Chance, ein HD-fähiges, elegantes TV-Gerät mit Flachbildschirm zu gewinnen, gesponsert vom Kabelnetz Widnau. Die Auslosung findet Ende Januar statt.

Warum keine LED-Lampen?

Warum hat Widnau noch keine LED-Strassenlampen? Diese Frage wird häufig gestellt. Widnau hat die alten Fluoreszenz- und Quecksilberdampf-Leuchten bereits Ende 2004 ausgemustert, sagt Gemeinde-Elektriker Jürg Meier. «Die Beleuchtungstechnologie entwickelt sich rasant. Vor acht Jahren, als wir aus Energiespargründen mit der Umrüstung begannen, war die LED-Technik noch nicht genügend ausgereift und für die Ausleuchtung von Gemeindestrassen 1. und 2. Klasse noch nicht zugelassen.» Und so habe man auf die energieeffizienten Natriumhochdrucklampen gesetzt, die den Stromverbrauch um 40 bis 45 Prozent reduzieren. Diese neuen Natriumhochdrucklampen haben eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Es macht also weder energiepolitisch noch wirtschaftlich Sinn, diese heute durch LED-Lampen zu ersetzen. Das belegen zahlreiche Studien.

In Zukunft wird daher folgende Strategie verfolgt: Wenn Wege oder Erschliessungsstrassen neu gebaut werden, dann kommt LED zum Einsatz. So etwa am Obstgartenweg.

Leuchten gründlich evaluiert

Speziell ist die Situation an der Bahnhofstrasse als Staatsstrasse: Gemeinderat Marco Koeppel hat die Leuchten für die neue Bahnhofstrasse in Abstimmung mit dem Kanton als Bauherrschaft differenziert und detailliert evaluiert. Entlang der neuen Bahnhofstrasse werden modulare Lampen montiert, die sich im Baukastenprinzip mit diversen Leucht-Modulen bestücken lassen. Als Leuchtmittel kommt «HIT Cosmopolis» zum Einsatz. «HIT Cosmopolis» ist ein sehr modernes Leuchtmittel mit ähnlich hoher Energieeffizienz wie LED. Es entspricht dem aktuellen Stand der Energie- und Beleuchtungstechnik und leuchtet die Bahnhofstrasse nach den geltenden, gesetzlichen Normen für Staatsstrassen mit 60-Watt-Halogen-Metalldampflampen aus. Für ein optimales Energiemanagement lassen sich die Lampen der neuen Strassenbeleuchtung in der Helligkeit einzeln steuern. (gk)

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