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Strassenblockade am Engel-Kreisel

LUSTENAU. Eine Lustenauer Bürgerinitiative hat angekündigt, am morgigen Donnerstag den Engel-Kreisverkehr zu blockieren. Die Initiative will damit gegen die jahrelange Verschleppung der Entscheidung für eine leistungsfähige Strassenverbindung quer durchs Rheintal in die Schweiz protestieren.
Gernot Grabher
Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau, Drehscheibe Richtung Hohenems/Diepoldsau-Schmitter, Dornbirn und A14, Widnau, Au, Hard/Bregenz. (Bild: René Schneider)

Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau, Drehscheibe Richtung Hohenems/Diepoldsau-Schmitter, Dornbirn und A14, Widnau, Au, Hard/Bregenz. (Bild: René Schneider)

Obwohl es zu Umleitungen kommen wird, ist eine Überlastung der noch offenen Verkehrswege und des Ortsgebietes von Lustenau zu erwarten. Von der Rheinbrücke Au – Lustenau nordwärts Richtung Bregenz wird der Verkehr nicht behindert, nach Süden wird aber nichts mehr gehen, die Verkehrsflut wird nur zum Teil auf Schleichwege ausweichen können. Von der Schweiz Richtung Süden ist die Widnauer Rheinbrücke noch eine Möglichkeit, an der Blockade vorbei nach Hohenems zu gelangen.

Es wird dauern

Die frustrierten Lustenauer, deren Sprecher der Obmann des FPÖ-Seniorenringes Sigi Hämmerle ist, haben die Verkehrsbelastung satt und gehen nun buchstäblich auf die Strasse. Vor allem die endlose Kolonne der Lastwagen auf dem Weg zum Grenzübergang Au erachten die Bewohner schon lange als Zumutung. Sie erwarten eine politische Entscheidung. Zwar sind nun zwei Varianten in Diskussion, doch bis zu deren Verwirklichung wird noch viel Wasser den Rhein hinabfliessen. Der mit den Trassenplanungen beauftragte Landschaftsökologe meinte eben erst, im besten Falle würden vier Jahre vergehen, bis es zu einem genehmigten Bauprojekt kommen könnte. Für den Bau der Autobahnverbindung sei mit weiteren vier Jahren zu rechnen. Würde die Entscheidung bald fallen, könnte der Verkehr vielleicht 2020 über die neue Verbindung rollen. Noch aber ist nicht entschieden, welcher Variante die Vorarlberger Landesregierung den Vorzug gibt. Die Lustenauer Bevölkerung ist mehrheitlich für Z-Trasse, die vom Autobahnknotenpunkt Dornbirn-Nord mit Untertunnelungen und streckenweise in Trogbauweise quer durch das Riet nach St. Margrethen geplant ist. Höchst und Fussach verlangen bei dieser Variante einen Tunnel unter dem Rhein. Die Variante CP würde von Dornbirn-Nord entlang des Ostrandes des Lustenauer Siedlungsgebietes nach Höchst und St. Margrethen führen.

Naturschützer dagegen

Ohne Pferdefuss sind beide Planungen nicht. In einem gemeinsamen Papier weisen die Interessengruppen vom Alpenverein bis zu Birdlife darauf hin, beide Varianten und stärker noch die nördliche bedeuteten eine Gefahr für Flora und Fauna im Riet, sie lägen im Widerspruch zu den Zielen des berührten Natura-2000-Gebietes.

Die Naturschützer haben gegen beide Trassenplanungen rechtliche Schritte angekündigt und fordern als wirksame Entlastungsmassnahme die Auffächerung des Schwerverkehrs auf mehrere Grenzübergänge.

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