Stockenstrasse zwei Monate Baustelle

RÜTHI. Zwischen Austrasse und Stockengraben saniert die Gemeinde Rüthi für 600'000 Franken die Stockenstrasse und die Werkleitungen darin. Die Arbeiten dauern bis Anfang Dezember.

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An der wöchentlichen Baustellenbegehung, von links: Hans Kobler (W. Büchel AG), Eugen Baumgartner und Roger Dietsche (Arbeitsgemeinschaft H. Dietsche AG / A. Göldi AG), Bauleiter Dominik Tiziani und Projektleiter Hanspeter Ruckli (beide RKL Ingenieurbüro AG), Gemeindepräsident Thomas Ammann. (Bild: pd)

An der wöchentlichen Baustellenbegehung, von links: Hans Kobler (W. Büchel AG), Eugen Baumgartner und Roger Dietsche (Arbeitsgemeinschaft H. Dietsche AG / A. Göldi AG), Bauleiter Dominik Tiziani und Projektleiter Hanspeter Ruckli (beide RKL Ingenieurbüro AG), Gemeindepräsident Thomas Ammann. (Bild: pd)

Die Stockenstrasse zwischen Austrasse und Stockengraben ist von der Strassenkommission der Gemeinde schon länger als sanierungsbedürftig beurteilt. Die Strasse weist Risse, Senkungen und lose Abschlusssteine auf, die Entwässerung ist nicht mehr gewährleistet. Eine Sanierung ist aus Sicherheitsgründen und zur Werterhaltung nötig.

Bessere Wasserleitung einbauen

Auch die Hydrantenleitung, die zwar erst rund 50 Jahre alt ist, musste in den letzten Jahren mehrmals repariert werden.

Wegen des Untergrundes ist die aus duktilem Guss bestehende Leitung schon stark korrodiert. Zudem weist sie lediglich einen In- nendurchmesser von 100 mm auf. Im Hinblick auf die Erschliessung des Baulandes Stocken Süd soll dieser Leitungsabschnitt leistungsfähiger und betriebssicherer werden. Nach der Erschliessung Stocken Süd ist dieser Leitungsabschnitt Teil der neuen Ringleitung, welche ergänzend zur Leitung in der Kantonsstrasse die Versorgungssicherheit verbessert.

Bei der Bearbeitung des generellen Entwässerungsprojektes GEP stellte man fest, dass die Mischwasserleitung in der Stockenstrasse viele Schäden aufweist und die Betonrohre starken mechanischen Verschleiss aufweisen. Die Hausanschlüsse, teilweise im Trenn-, teilweise im Mischsystem ausgeführt, weisen ebenfalls Mängel auf. Viele wurden mit undichten Zementrohren gebaut.

Das gesamte Trassee der EW-Leitungen verläuft auf der Westseite bis zu drei Meter in den privaten Grundstücken und ist ebenfalls sanierungs- resp. ergänzungsbedürftig.

Nur wenige Provisorien nötig

Die Hydrantenleitung wird nun auf der gesamten Länge ins Trottoir verlegt. Da die bestehende Leitung im Strassenbereich liegt, kann sie während der Arbeiten in Betrieb bleiben. Dadurch können die Provisorien auf ein Minimum beschränkt werden.

Die neue Leitung wird aus verschweissten Kunststoffrohren bestehen, die sich besser für den torfig-lehmigen Untergrund eignen als die bestehenden Rohre. Gleichzeitig werden sämtliche Hauszuleitungen bis mindestens ausserhalb Strassentrassee erneuert. Je nach Zustand werden sie eventuell bis zur Hauseinführung neu gebaut.

Kanalisation von innen sanieren

Die Kanalisationshauptleitung liegt in der östlichen Hälfte der Strasse und wird mittels Einzug eines Inliners und mit Robotertechnik saniert. Dies hat den Vorteil, dass die Strasse nicht aufgebrochen werden muss. Die mangelhaften Schmutz- oder Mischwasser-Hausanschlüsse müssen ebenfalls saniert werden. Dies erfolgt mit einem totalen Ersatz der bestehenden Leitungen.

Sämtliche Werke (Elektra, Swisscom, Cabledata und Gravag) wurden aufgefordert, ihr Leitungsnetz ebenfalls zu prüfen und wo nötig zu sanieren oder zu ergänzen. Die Elektra verlegt auf der gesamten Länge im Strassenbereich einen Werkleitungsblock und baut die nötigen Schächte. Swisscom und Gravag ergänzen ihr Netz nur geringfügig.

Die Strasse wird in zwei Etappen saniert: Nach Fertigstellung der Werkleitungen werden die Abschlüsse zwischen Strasse und Trottoir sowie grösstenteils der östliche Rand neu versetzt und die Tragschicht ergänzt.

Anpassungen sowie der Einbau einer neuen Deckschicht über die gesamte Strassen- und Trottoirfläche erfolgen erst nächstes Jahr. Der Übergang Strasse-Trottoir wird mittels Stellplatten und vorgesetztem Wasserstein ausgeführt. Für einen optimalen Schutz der Fussgänger soll der Anschlag möglichst hoch sein und bei Einfahrten abgesenkt werden.

Behinderungen unvermeidbar

Saniert wird in Etappen, so dass die Stockenstrasse jederzeit befahrbar bleibt. Behinderungen lassen sich aber nicht vermeiden. Die Zufahrt zu den Liegenschaften wird nach Möglichkeit gewährleistet, Einschränkungen müssen aber in Kauf genommen werden. Für den Belagseinbau kann es zu kurzzeitigen Sperrungen kommen, die vorgängig mitgeteilt werden.

Mit der Sanierung wurde am 23. September begonnen. Gute Witterung vorausgesetzt, sollten die Arbeiten der erste Etappe bis Anfang Dezember abgeschlossen sein. Die Deckschicht wird im Sommer 2011 eingebaut. (gk)