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ST.MARGRETHEN: Sieger im Tourenwagen-Cup

Milenko Vukovic aus St.Margrethen konnte den Deutschen Tourenwagen-Cup gewinnen. Nicht nur als Fahrer, sondern auch als Teamchef und Konstrukteur seines Rennfahrzeugs.
Gerhard Huber
Milenko Vukovic mit den Pokalen, die er als Fahrer und Teamchef 2016 im Deutschen Tourenwagen-Cup gewonnen hat. (Bild: Ulrike Huber)

Milenko Vukovic mit den Pokalen, die er als Fahrer und Teamchef 2016 im Deutschen Tourenwagen-Cup gewonnen hat. (Bild: Ulrike Huber)

ST.MARGRETHEN. Windschatten-Duelle Stossstange an Stossstange, harte Überholvorgänge, spektakuläre Manöver und ein ausgeglichenes Feld. Das sind die Kennzeichen des Deutschen Tourenwagen-Cups (DTC). Eine Rennserie im Rahmen der ADAC-Masters, in der an acht Wochenenden insgesamt 16 Läufe ausgetragen werden. Auf den bekanntesten Rennstrecken in Deutschland, Belgien, Holland und Österreich. Das Reglement mit seriennahen Boliden und 1,6-Liter-Motoren erinnert stark an die FIA-WTTC oder an die frühen Tage der DTM Mitte der Achtzigerjahre.

Sieg und auch dritter Platz

Und mittendrin im Rudel der scharfen Fords, Audis, Sciroccos, Coopers und Kias fährt mit Milenko Vukovic ein Rheintaler Motorsportler um Punkte, Sieg und Ehre. Das heisst, eigentlich nicht nur mittendrin, sondern ganz vorne. Acht von sechzehn Rennen hat der St. Margrether nämlich hintereinander gewonnen. Seit den Läufen auf dem steirischen Red-Bull-Ring war er seinen Konkurrenten in allen Belangen überlegen und sicherte sich letztlich in Spa-Francorchamps in einem harten, aber stets fairen Duell mit dem Deutschen Heiko Hammel den Titel. Die beiden Racer kamen sich über viele Runden so nahe, dass sich letztlich der Kühlergrill von Hammels Boliden im Heckbereich von Vukovics Audi A3 verfing. Die Schlussrangliste im DTC-Cup lautete: 1. Milenko Vukovic 136 Punkte, 2. Heiko Hammel 132 Punkte. Knapper geht es kaum. Und an dritter Stelle landete Franjo Kovac, der ebenfalls einen von Vukovic aufgebauten und eingesetzten Audi A3 pilotierte.

Cupgewinn ist absolute Sensation

Eigentlich ist der Cupgewinn des St. Margrethers eine in der Schweiz viel zu wenig beachtete Sensation. Nicht nur, dass der 39-Jährige als Pilot zeigte, wie man den Bleifuss am besten einsetzt – er ist in dieser absolut professionellen Motorsport-Serie mit einem selbst aufgebauten und entwickelten Rennfahrzeug den anderen Teams, die alle von grossen Werken unterstützt werden, davongefahren. Teams, die in der Rennsportszene grosse Namen haben, wie Walter-Wolf-Racing, Bastuck-Racing oder auch JAS. Wer Milenko Vukovic in seiner Auto-Reparatur-Werkstatt in St. Margrethen besucht, versteht gleich, wie das funktionieren kann.

Früher eher Konstrukteur als Rennfahrer

Blitzblanke Hallen, in denen man beinahe vom Boden essen könnte. Aufgebockte Fahrzeuge, an denen mit den modernsten Geräten gearbeitet wird. Im Gespräch zeigt sich, dass der 39-Jährige, der schon seit 16 Jahren sporadisch in diversen Rennserien gefahren ist, bisher aber eher als Konstrukteur tätig war, für den Motorrennsport brennt. Seine Familie zieht dabei mit ihm an einem Strang. Gattin Susi ist für das Sekretariat zuständig und Sohn Milan (16) hat das Talent seines Vaters geerbt.

Schon im zarten Alter von sieben Jahren fuhr der Vukovic-Sprössling auf der Kartbahn in Montlingen den bis heute bestehenden Rundenrekord. Doch bevor Filius Milan einen Boliden seines Vaters rennmässig bewegen darf, muss zuerst die Lehre als Mechatroniker abgeschlossen werden.

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