ST.MARGRETHEN: Gefrierhaus AG baut doch nicht

Die GAG Gefrierhaus AG hat entschieden, entgegen der ursprünglichen Absicht doch nicht zu bauen. Nach dem Kauf der Obstkühlhaus St.Margrethen AG werden die Prioritäten anders gesetzt.

Gert Bruderer
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Der Teilzonen- und Überbauungsplan für die Erweiterung der Kühlhäuser wurde zurückgezogen. (Bild: Gert Bruderer)

Der Teilzonen- und Überbauungsplan für die Erweiterung der Kühlhäuser wurde zurückgezogen. (Bild: Gert Bruderer)

ST.MARGRETHEN. Gegen Ende des Jahres 2014 hatte der St.Margrether Gemeinderat den Überbauungsplan Gefrierhaus AG für die kantonale Vorprüfung freigegeben. Das von der Gefrierhaus AG vorgesehene Projekt sah ein weiteres Hochregalkühllager an der Industriestrasse vor.

Im letzten Jahr eröffnete sich der Gefrierhaus AG plötzlich die Möglichkeit, die Obstkühlhaus St.Margrethen AG zu übernehmen. Dass die Gefrierhaus AG sich für die Übernahme entschied, bedeutete die Entstehung eines der grössten Logistikdienstleister für temperaturgeführte Lebensmittel in der Ostschweiz. Die Betriebe werden eigenständig weitergeführt. Das Gefrierhaus ist spezialisiert auf tiefgekühlte Lebensmittel, das Obstkühlhaus auf frische Lebensmittel, gekühlte und ungekühlte. Zusammengearbeitet wird mit allen bekannten, grossen Lebensmittelherstellern in der Ostschweiz. Gegenwärtig legt die Gefrierhaus AG ihr Hauptaugenmerk auf die Integration des von ihr erworbenen Obstkühlhauses. Gefrierhaus-Geschäftsführer Marcel Kölbener sagt auf Anfrage, das Unternehmen habe nach der Übernahme des Obstkühlhauses die Prioritäten anders gesetzt. Aufgrund der veränderten Ausgangslage habe man sich entschieden, auf einen Neubau zu verzichten und den Teilzonen- und Überbauungsplan für die Erweiterung der Kühlhäuser an der Industriestrasse zurückzuziehen. Das Unternehmen verfüge derzeit auch ohne Neubau über genug Kapazitäten, sagt Kölbener.

Die Gemeinde hat den Rückzug des Teilzonen- und Überbauungsplanes in der aktuellen Ausgabe ihres Mitteilungsblattes «Direkt» gemeldet.