ST.MARGRETHEN: Erneute Steuersenkung

Am Dienstagabend fand die Vorversammlung der politischen- und der Schulgemeinde statt. Der Gemeinderat beantragt eine Senkung des Steuerfusses auf 122 Prozent.

Benjamin Schmid
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Mit der Erweiterung der Schulanlage Wiesenau kann längerfristig der Schulraumbedarf gedeckt werden. (Bild: Benjamin Schmid)

Mit der Erweiterung der Schulanlage Wiesenau kann längerfristig der Schulraumbedarf gedeckt werden. (Bild: Benjamin Schmid)

Benjamin Schmid

Obwohl für das vergangene Jahr ein Reservebezug von 280’900 Franken geplant war, schliesst die Jahresrechnung 2017 mit einem Ertragsüberschuss von knapp zwei Millionen Franken ab. Aufgrund des erfreulichen Abschlusses hält der Gemeinderat am Trend zur Steuerfusssenkung bei und möchte diesen auf 122 Prozent senken.

Höhere Steuereinnahmen

Das gegenüber dem Budget deutlich bessere Ergebnis kann gemäss Gemeindepräsident Reto Friedauer auf vier Faktoren zurückgeführt werden. Einerseits hat die Gemeinde 1,04 Millionen Franken mehr Steuern eingenommen, andererseits hat sie tiefere Aufwände in der sozialen Wohlfahrt. Sowohl die Aufwände des Asyl- und Flüchtlingsbereichs, wie die Alimentenbevorschussung und die finanzielle Sozialhilfe schliessen tiefer als budgetiert. Ausserdem trugen der um knapp 200’000 Franken geringer ausfallende Finanzbedarf der Schulverwaltung und die ungedeckten stationären Pflegekosten, zur guten Rechnung bei.

Ebenfalls positiv zu Buche stehen die Rechnungen des Alters- und Pflegeheims Fahr, sowie diejenige der technischen Betriebe. Beide schliessen mit einem Gewinn. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Gemeinderat mit einem Rückschlag von 321’000 Franken. Dies aufgrund steigender Lohnaufwände in der Verwaltung, aber auch wegen Mehrausgaben in den Bereichen öffentliche Sicherheit, Umwelt und Raumordnung sowie Bürgerschaft, Behörden und Verwaltung.

Neuer Schulraum nötig

Die Rechnung der Schulgemeinde wartet mit einem erfreulichen Ergebnis auf. Im vergangenen Jahr kam es zu einem Minderaufwand von 197’179 Franken. Gemäss den Prognosen steigen die Schülerzahlen leicht. Dies führt zu zusätzlichem Schulraumbedarf, welcher mit dem Erweiterungsbau Rosenberg kurzfristig geschaffen wurde. Mit dem Projektierungskredit zur Erweiterung der Schulanlage Wiesenau soll der Schulraumbedarf längerfristig angegangen werden. «Es gilt nun, das Siegerprojekt weiterzuentwickeln, zu optimieren und zu konkretisieren», sagt Roger Trösch, Schulratspräsident. Für die nächste Phase müsse ein Kostenvoranschlag erarbeitet werden. Dafür ist ein Projektierungskredit in der Höhe von 490’000 Franken nötig. Der Schulrat beantragt die Zustimmung.