Stimmungsvoller Musikantenstadl

BERNECK. Der Musikverein Berneck und die Jugendmusik Au-Berneck sorgten am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Bünt mit gern gehörten Melodien für ein Dauerstimmungshoch.

René Jann
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«Es ist Stadlzeit» hiess es am vergangenen Samstag beim Musikverein Berneck. (Bilder: René Jann)

«Es ist Stadlzeit» hiess es am vergangenen Samstag beim Musikverein Berneck. (Bilder: René Jann)

BERNECK. Für einmal tauschten die beiden Musikformationen ihre Uniformen mit Dirndl und Lederhose, um gleich einzustimmen in den wohlklingenden Song «Es ist Stadlzeit». Das von Präsident Andreas Bischofberger begrüsste Publikum stimmte sogleich mit ein und heizte die Stimmung an. Mit Witz und täuschend echt steirischem Charme führten alsdann Florian Ludin als Andy Borg und Dominik Sonderegger als unvergessener Karl Moik durchs Programm. Dass die Volksmusik auch bei der Jugend beliebt ist, kam spürbar im begeisterten Spiel des Korps von Raphael Rebholz zum Ausdruck. Mit «Mission Impossible Theme» schweifte das Jugendmusikkorps ab in die Filmmusik, bei der Rebholz die ganze Vielfalt seines Korps vorstellte. Auch im Welthit «Pink Panther» und der ebenso bekannten Hintergrundmelodie aus «Hatari» forderte er die einzelnen Register zu Bestleistungen heraus. Bei «Selections from Mary Poppins» gab es spontanen Applaus vom Publikum. Beklatscht wurde auch die Einlage der Oberkrainerformation Krainerprojekt, die nach Programmschluss auch zum Tanz und zur Unterhaltung aufspielte.

Im «Happy» begeisterte die Jugendmusik mit verschiedensten Show-Effekten, Gesang und Tanz, gipfelnd im «Rock me – heut Nacht» mit Sarah Schläpfer als Gesangssolistin. Nach der Zugabe animierte das Korps noch einmal zum Mitklatschen und Mitsingen bei den «Hits for Marching Band» etwa mit Gabaliers «I sing a Lied für di», Wolfgang Petris «Wahnsinn …» oder Helen Fischers «Atemlos». Begeistert stand das Volk auf und begleitete die Show auf der Bühne mit Applaus. Wieder zu Atem gekommen, gab es als Zugabe noch ein «Märschli», bei dem nicht minder das bereits grosse Können des Musikantennachwuchses zum Ausdruck kam.

Über Oberkrain zum Stadl

Als fidele Original-Oberkrainer wurde das Krainerprojekt von den beiden Moderatoren angesagt, deren «Trompetenecho» vom Korps des Musikvereins Berneck aufgenommen wurde. Im Medley «Stell dich ein in Oberkrain» wurde die Stimmung im Saal weiter angeheizt. Danach zog Dirigent Bruno Ritter aber alle Register im immer wieder gern gehörten «Florentiner Marsch» mit seinen schönen Passagen, getragen vom Trillern im Holz- und Flötenregister sowie dem reinen Bassregister, das in den voluminösen Schlussteil überleitete. «Von Freund zu Freund» hiess es bei der unter die Haut gehenden Melodienfolge mit den Solisten Esther Benz (Euphonium) und Patrick Odermatt (Trompete). Im Stück «Silberfäden» stand der Solotrompeter Andreas Rüedi in der Gunst des Publikums.

Veteranen geehrt

Marco Geiger ehrte Esther Benz, Svenia Wick, Karin Hongler und Präsident Andreas Bischofberger als Kantonal-Veteranen mit dem voluminösen Torero-Hit «España Cani».

Den dritten Stadlblock eröffnete der Musikverein von Bruno Ritter mit dem konzertanten Walzer «Estudiantina». Im «Csárdás» bestach Philipp Färber als Klarinetten-Virtuose. Dafür gab es spontane Bravo-Rufe und tosenden Applaus – bis die Zugabe gewährt war. Lüpfig intonierte das Korps danach den Marsch «Auf der Vogelweide».

Im witzig eingeblendeten Film führten Moik und Borg in «Fischers Musikantenfabrik» in Au-Wädenswil. Darauf folgte das stimmungsgeladene «Volksmusik-Medley» mit «Ein Prosit», «Jetzt geht's los» und der von den Moderatoren angeführten Polonaise. Als gewiefte Gesangssolisten setzten sich einmal mehr Sarah Schläpfer und Philipp Färber in Szene. Lautstark sang das Publikum mit bei «Eine weisse Rose», «Dahoam is dahoam» und dem wohlbekannten «Appenzellerland». Dazu wurde nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Saal voller Begeisterung mitgeschunkelt. Zu «Böhmischer Traum» zogen die Fahnenträger der befreundeten umliegenden Musikkorps mit ihren Bannern im Saal ein und sorgten für ein stimmungsvolles Happy End beim bekennenden «Servus, pfüat Gott und auf Wiedersehn».

Danach liess es sich bei Tanz und bester Unterhaltung noch bis über Mitternacht hinaus im Saal und an der Musikanten-Bar verweilen.