Steuerfuss in Reute bleibt gleich

Die Gemeinde Reute rechnet 2015 mit einem Aufwandüberschuss von rund 100 000 Franken. Grosse Investitionen sind in der Wasserversorgung geplant. Der Steuerfuss soll bei 4,1 Einheiten bleiben.

Karin Steffen
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Der Steuerfuss bleibt in der Gemeinde Reute bei 4,1 Einheiten. (Bild: apz)

Der Steuerfuss bleibt in der Gemeinde Reute bei 4,1 Einheiten. (Bild: apz)

REUTE. Gemeindepräsident Ernst Pletscher erläuterte an der Orientierungsversammlung vom vergangenen Montag den veranschlagten Aufwandüberschuss für das Jahr 2015: Das Entlastungsprogramm des Kantons, das die Ausserrhoder Gemeinden mit insgesamt knapp 1,9 Millionen Franken belastet, macht in Reute rund 50 000 Franken des Aufwandüberschusses von 100 000 Franken aus, das bei einem Gesamtaufwand von gut 4 Millionen Franken. Die andere Hälfte sei im Ressort Schule zu suchen: durch ausserordentliche Aufwendungen für Beurlaubungen wegen Mutterschaft und Weiterbildungen sowie Anschaffungen im Informatikbereich. Vorderhand möchte der Gemeinderat den Steuerfuss bei 4,1 Einheiten belassen, mittelfristig sei aber eine Senkung um 0,1 Einheiten anzustreben. Das Eigenkapital beträgt 1,6 Millionen Franken.

Personalaufwand gedeckt

Der Gemeinderat hat beschlossen, die kantonale Zulassung des Alters- und Pflegeheims Watt bis zur Besa-Stufe 12 zu beantragen. Heute besteht eine Bewilligung bis Besa-Stufe 7. Bis anhin erhielt das «Watt» bei Bedarf eine temporäre Ausnahmebewilligung, ab 2015 erteilt der Kanton diese jedoch nicht mehr. Das bedeutet für das «Watt» nochmals einen erhöhten Personalaufwand für Pflegefachkräfte. Wie Pletscher ausführte, kann dieser Aufwand jedoch mit den erhöhten Erträgen gedeckt werden.

Gesamtsanierung Reservoir

Der grösste Brocken der Investitionen geht mit 650 000 Franken an die Gesamtsanierung des Wasserreservoirs Oberhard. Die ursprünglich geplante Aufhebung desselben sei nicht möglich, da dies zu einem Engpass in der Löschwasserversorgung führen würde, begründete Pletscher den Entscheid. Zudem sollen Gespräche mit dem Bezirk Oberegg in Zukunft zu einer verbesserten Abstimmung in der Planung der Wasserversorgung führen. Vor allem bei der mittelfristig geplanten Renovation des Wasserreservoirs am Hirschberg hofft der Gemeinderat auf eine Zusammenarbeit mit Oberegg sowie auf deren finanzielle Unterstützung.

Wärmeverbund Dorf integriert

Der Wärmeverbund Dorf ist im Voranschlag 2015 erstmals als Gemeindewerk integriert. Wie es an der öffentlichen Versammlung hiess, wird die bisherige GmbH stillgelegt und die Rechnung 2014 in die Bilanz der Gemeinde übernommen. Wie Pletscher ausführte, werde der Wärmeverbund speziell finanziert. Auf diese Weise sei er erfolgsneutral und belaste den allgemeinen Haushalt nicht. 2015 erhält der Wärmeverbund ein Betriebsreglement.

Ernst Pletscher (Bild: kst)

Ernst Pletscher (Bild: kst)