Steuereinzug ist zu teuer

ALTSTÄTTEN. Die politischen Gemeinden ziehen die Kirchensteuern ein und werden dafür mit einer Pauschale von den Kirchgemeinden entschädigt. Katholisch Altstätten sieht die aktuellen 3 Prozent als zu hoch an und beantragte eine Anpassung auf 2 Prozent.

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ALTSTÄTTEN. Die politischen Gemeinden ziehen die Kirchensteuern ein und werden dafür mit einer Pauschale von den Kirchgemeinden entschädigt. Katholisch Altstätten sieht die aktuellen 3 Prozent als zu hoch an und beantragte eine Anpassung auf 2 Prozent.

Die Kirchgemeinden ziehen die Kirchensteuer nicht selbst ein, nutzen die Infrastruktur der Politischen Gemeinden. Diese sei in den letzten Jahren durch den Einsatz von EDV-Anlagen effizienter geworden, die Steuereinzugspauschale aber seit Jahrzehnten unverändert, schreibt der Kirchenrat im Jahresbericht. Deshalb verglich er die Pauschalen mit denen in Gemeinden mit vergleichbarem Steuereingang. In Wittenbach, Goldach und Widnau liegt sie bei 2,5 Prozent, in Buchs und Mels bei 2 Prozent. Einzig Flawil verlangt wie Altstätten 3 Prozent der Steuereinnahmen. 2015 bezahlte katholisch Altstätten 60 116 Franken für die Dienstleistung.

Im September beantragte der Rat bei der Stadt, die Pauschale um ein Prozent zu senken. Eine Anpassung würde die Benachteiligung der Katholiken in Altstätten aufheben, schreibt der Kirchenrat. Denn die katholischen Steuerzahler seien auch jene der Stadt. Daraus müssten sich zwangsläufig Synergien ergeben.

Bisher habe die Stadt noch keine Begründung für die grossen Unterschiede gegeben, heisst es weiter. Sie teilte mit, dass eine Reduktion im Jahr 2016 nicht berücksichtigt werden könne, weil am 25. November das Budget der Stadt bereits angenommen worden sei. (vdl)