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Steinmehl gegen Fliegenplage

Am Steinigen Tisch hat Mitte Woche die Weinlese begonnen. Die Winzer erwarten eine vorzügliche Qualität, bangen aber wegen der Kirschessigfliege.
Rudolf Hirtl

Der Riesling-Silvaner (weisse Traube) hat am Buechberg in Thal seine optimalen Öchslegrade erreicht. Höchste Zeit für den Wimmet, der im vergangenen Jahr übrigens rund drei Wochen früher begonnen hat. Was Tom Kobel von der Ochsentorkel Weinbau AG mit seinem Team seit Mittwoch von den Rebstöcken nimmt, ist von vorzüglicher Qualität. Wenig erstaunlich, dass der Önologe ins Schwärmen gerät. «Der sonnige und warme Spätsommer hat die Trauben schön ausreifen lassen. Es wird sehr aromatische Weissweine mit perfekter Säure geben.» Nicht nur bezüglich Qualität, auch in Sachen Erntemenge spricht der Winzer von einem sehr guten Jahrgang, wobei der hohe Zuckergehalt der Trauben nicht nur für einen höheren Alkoholgehalt sorge, sondern den «Weissen» auch besonders vollmundig machen werde.

Fliegenkonzentration wie vor zwei Jahren

Weniger erfreut ist Kobel, wenn er auf die Kirschessigfliege zu reden kommt, die aktuell in noch höherer Zahl in die Falle gehe als noch vor zwei Jahren, als sie das erste Mal in hoher Konzentration vorkam. «Wir zittern zwar um den Ertrag bei den roten Sorten, doch wir sind auch besser auf den Schädling vorbereitet als damals», räumt er ein. Beim Blick in den Weinberg fällt auf, dass ein Grossteil der roten Trauben mit einer unansehnlichen weissen Schicht überzogen ist. Laut Winzer handelt es sich dabei um Steinmehl. Es verringere nicht nur den optischen Reiz für die Kirschessigfliege, die Plagegeister würden auch durch die Mineralisierung auf der Oberfläche abgeschreckt. Die Qualität der Rotweine wird durch das Steinmehl laut Kobel in keiner Weise beeinträchtigt. Auch Roman Rutishauser vom gleichnamigen Weingut in Thal bestätigt, dass sich das Steinmehl wie andere Trübstoffe absenkt, ausgefiltert wird und sich in den Weinen nicht bemerkbar macht.

Erntemenge beeindruckt Roman Rutishauser

Ausserdem werde der Regen das meiste davon abwaschen und nur wenig im Traubengut sein. Rutishauser zeigt sich nicht nur über die zu erwartende Qualität des 2016er-Jahrganges begeistert, sondern auch über die Erntemenge. «Die Natur kann vieles kaputtmachen. Aber wie sie es jetzt tut, kann sie auch viel geben.»

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