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Ringen: Start zur Mission Finalqualifikation

Morgen Samstag, 1. September, beginnt mit dem Kampf Schattdorf gegen Kriessern die Mission Final für den Titelverteidiger aus dem Rheintal. Die RSK ist wieder der meistgenannte Titelkandidat.
Patrick Dietsche
Hier wollen die Kriessner Ringer auch 2018 wieder hin: in die RSK-Arena in Widnau. (Bild: dip)

Hier wollen die Kriessner Ringer auch 2018 wieder hin: in die RSK-Arena in Widnau. (Bild: dip)

Doch die Konkurrenz in der Winforce Premium League hat nicht geschlafen und will ein Wörtchen um den begehrten Meisterpokal mitreden. Allen voran wird der letztjährige Finalgegner aus der Innerschweiz, der RC Willisau, alles daran setzen, die Nummer eins zu werden.

Verstärkungen überall

Wenn man sich die Transfer- und Doppellizenzliste anschaut, ist unschwer zu erkennen, dass alle Teams ihre Schwachstellen mit externer Verstärkung ausmerzen wollten. Allerdings ist der Markt an valablen Spitzenleuten nicht gross und so dürfte nicht jeder verpflichtete Athlet die erhoffte Verstärkung sein. Vor allem beim Einsatz der Leihringer ist es wichtig, dass sich die Verantwortlichen schon vor dem Saisonstart einigen, wann der ausgeliehene Ringer eingesetzt werden kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Leihlizenz zum Rohrkrepierer wird. Neben den beiden letztjährigen Finalisten dürfte Freiamt ein sicherer Halbfinalkandidat sein, obwohl die Mannschaft von Trainer Adi Bucher eine Verjüngung erfahren dürfte. Um den vierten Platz an der Sonne dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den verbleibenden drei Teams, Hergiswil, Schattdorf und Einsiedeln, geben.

Fragezeichen in oberen Gewichtsklassen

Die Kriessner konnten sich mit Dominik Laritz die Dienste eines der begehrtesten Schweizer Athleten sichern. Als Leihringer ist auch, wie schon in den letzten Jahren, Urs Wild von Weinfelden mit von der Partie und neu konnte man auf Leihbasis Isa Usupov vom Team Valais engagieren. Der junge Walliser hat am Grenzlandturnier einen guten Eindruck hinterlassen und dürfte, wenn er sich an den Rhythmus in der Premium League gewöhnt hat, eine gute Ergänzung sein. Wenn man eine Schwachstelle im ausgeglichenen Kollektiv der Kriessner sucht, sind das sicher die obersten Gewichtsklassen. Den Rheintalern fehlen «echte» Schwergewichte, womit die eingesetzten Athleten immer mit einem Gewichtshandicap antreten müssen. Glücklicherweise für die Kriessner geht es aber den meisten anderen Topvereinen auch nicht besser und so dürfte dieses Manko nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Um so stärker ist die Mittelachse besetzt. Mit fünf aktuellen Kaderathleten kann man hier aus dem Vollen schöpfen. Trainer Hugo Dietsche wird aber wie 2017 genau darauf achten, seine Topleute nicht schon zu früh zu forcieren und er bietet damit seinen Nachwuchsleuten die Gelegenheit, sich auf der grossen Bühne zu beweisen. Das Team um den langjährigen Coach weist inzwischen trotz tiefem Durchschnittalter eine gewisse Routine auf und weiss, auf was es in den entscheidenden Momenten ankommt.

Gegner schwer einzuschätzen

Schattdorf will nach dem letztjährigen Verpassen der Halbfinals wieder im Konzert um den Titel mitspielen.

Dafür hat die Truppe um Coach Michi Jauch in der Vorbereitung einiges investiert. Obwohl man auf dem Transfer- und Doppellizenzmarkt zurückhaltend war, sind die beiden Zugänge vom Team Valais, Kim Besse und Tanguy Darbellay, sicher mehr als nur Ergänzungsringer. Abgänge hat der letztjährige Tabellenfünfte keine namhaften zu verzeichnen und so geht in der Urschweiz eine routinierte Mannschaft mit etlichen langjährigen Ligaringern an den Start. Wohin das führen wird, werden die ersten Kämpfe zeigen.

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