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Stallgeruch?

Nach der Nomination von Esther Friedli als Regierungsratskandidatin widmen sich zwei Artikel im «Rheintaler» dieser Kandidatur. Konkret kann dieser Frau eigentlich nichts vorgeworfen werden, und auch von ihrem Werdegang her ist sie für das Amt geeignet.

Nach der Nomination von Esther Friedli als Regierungsratskandidatin widmen sich zwei Artikel im «Rheintaler» dieser Kandidatur. Konkret kann dieser Frau eigentlich nichts vorgeworfen werden, und auch von ihrem Werdegang her ist sie für das Amt geeignet. Nun wird aber in beiden Artikeln derart mit der journalistischen Trickkiste gearbeitet, dass ohne reale Tatsachen ein sehr negatives Bild entsteht.

Besonders störend wirkt die Frage nach dem SVP-Stallgeruch der Kandidatin. Hand aufs Herz: Würden Sie sich getrauen, eine Frau nach Ihrem Stallgeruch anzusprechen? Das ist doch eine Erniedrigung, Frech- und Grobheit sondergleichen. Bei einer Frau aus dem linken Lager würde dies mit Recht einen wahren Shitstorm im Internet auslösen.

Auch ihren Partner, Parteipräsident Toni Brunner, an der Nominationssitzung als Überbringer der Befehle von Christof Blocher darzustellen, ist ein Hieb unter die Gürtellinie.

Viel schlauer wäre doch die Frage, ob in St. Gallen im Kantons- und im Regierungsrat die Frauen über- oder untervertreten seien.

G. P. Jenny

Altstätten

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