Stärken des Klienten anpreisen

Wer einen Job finden will, muss eine Tätigkeit suchen, der er gerne nachgeht und die seinen Fähigkeiten entspricht. Aber oft werden Talente von Misserfolgen und mangelnder Motivation verdeckt.

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Wer einen Job finden will, muss eine Tätigkeit suchen, der er gerne nachgeht und die seinen Fähigkeiten entspricht. Aber oft werden Talente von Misserfolgen und mangelnder Motivation verdeckt. Beides zu fördern und aus Sozialhilfebezügern (wieder) leistungsfähige Arbeitnehmer zu machen, dabei hilft Mirco Markovic. Der 36-jährige Altstätter ist hauptberuflich als Personalberater tätig. Bevor er die Festanstellung zu Jahresbeginn bekam, arbeitete er für das Sozialamt der Stadt Altstätten als Arbeitsvermittler. Er unterstützt Ausgesteuerte, die aus verschiedenen Gründen keine feste Anstellung finden. Im Jahr 2014 vermittelte er zehn Langzeitarbeitslose. Als langjährig arbeitslos gilt, wer mindestens zwei Jahre ohne Job ist.

Wegen des Erfolgs und weil er weiss, wie schwer es für Jugendliche sein kann, einen Job zu finden, macht er weiter. Seit 1. März baut er sein Beziehungsnetz im Rheintal aus und vermittelt weiter im Auftrag des Sozialamtes Altstätten zwischen Suchenden und Unternehmern. Das Pilotprojekt, es basiert auf Freiwilligenarbeit, läuft erst einmal drei Monate. Neben seinem Beruf.

Er sei selbst ein Spätzünder gewesen, sagt Mirko Markovic. Er habe sich in der Abendschule zum diplomierten Wirtschaftsfachmann weitergebildet. Zu wissen, dass man Ziele erreichen kann, ermutigt ihn, seine Klienten zu unterstützen. Oft werden sie nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen, weil sie das Motivationsschreiben in Standardformulierungen verfassen. Nachdem er die Stärken seines Klienten herausgearbeitet hat, unterbreitet Mirko Markovic einem Personalchef oder CEO einen konkreten Vorschlag. Er ermutigt seine Kandidaten, es immer wieder zu versuchen und macht es den Unternehmensleitern schmackhaft, sich darauf einzulassen. «Ich sage zu Jugendlichen: Mach etwas aus deinem Leben!» (vdl)