Ständchen zum 104. Geburtstag

BERNECK. Im Alters- und Pflegeheim Städtli konnte am Samstag Bertha Brüstle-Hollenstein bei überaus reger geistiger Frische ihren 104. Geburtstag feiern.

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Bertha Brüstle und Annelies Hongler, die sie regelmässig besucht und alle administrativen Arbeiten erledigt, warten gespannt auf die Geburtstagsgratulation im Radio. (Bild: René Schelling)

Bertha Brüstle und Annelies Hongler, die sie regelmässig besucht und alle administrativen Arbeiten erledigt, warten gespannt auf die Geburtstagsgratulation im Radio. (Bild: René Schelling)

Es herrschte den ganzen Tag eine aufgeräumte Feststimmung. Bereits am Morgen machten Heimleiter Peter Lenz und die Angestellten mit einem Geburtstagslied und einem bunten Sommerstrauss ihre Aufwartung. Ein melodiöses Drehorgelständchen rundete die vormittäglichen Gratulationen ab.

Musikalische Ständchen

Am Nachmittag überraschten Ernst Niederer und zwei Mitspielerinnen Bertha Brüstle mit einem lüpfigen Zither-Ständchen. In früheren Jahren hat die Jubilarin bei ihm in seinen Kulturen jeweils frühmorgens Erdbeeren abgelesen. Zum Geburtstag gehörte auch ein Ständchen von Meinrad Egger aus Heerbrugg mit dem legendären Lied: «I bi de Schacher Seppeli».

Zwischendurch läutete immer wieder das Telefon, und auch Verwandte und Bekannte liessen es sich nicht nehmen, Bertha Brüstli zu ihrem hohen Geburtstag persönlich zu gratulieren. Voller Freude und mit erstaunlicher Ausdauer genoss die Jubilarin die Aufmerksamkeiten.

Arbeit und Gottvertrauen

Bertha Brüstle zog vor 60 Jahren mit der Heirat von Witwer Josef Brüstle vom Toggenburg nach Berneck. Ihr Leben war geprägt von Arbeit, Zufriedenheit und Gottvertrauen. «Man muss es nehmen wie es kommt, es ist schon richtig so. Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werden würde.» Diese zwei Sätze waren zu hören, ebenso ihre Lieblingswitze.

Seit nun beinahe 18 Jahren lebt Bertha Brüstle als zufriedene und geschätzte Mitbewohnerin im Alters- und Pflegeheim Städtli. Das Gehen ist nur noch mit dem Rollator möglich. Aber mit diesem ist sie noch selbständig unterwegs. Sie schätzt vor allem die gemütlichen Jass-Nachmittage. Beim Ausrechnen der Punkte stellt sie die jüngeren Mitjassenden jeweils in den Schatten. (rsch)