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Die Stadt Altstätten verfügt über ein ansehnliches Kapital

In den letzten fünf Jahren hat die Stadt einen durchschnittlichen Überschuss von 3,7 Mio. Franken ­erzielt. Das Eigenkapital ist auf fast 20 Mio. gewachsen. Der Steuerfuss dürfte aber kaum noch stark sinken.
Gert Bruderer

Nicht, dass jetzt gleich mit dem Gegenteil zu rechnen wäre! Allfällige künftige Aufwandüberschüsse können der Stadt dank ihres stattlichen Eigenkapitals auf längere Sicht kaum etwas anhaben. Andererseits zeigt die Steuerprognose per Ende April, dass für die Erreichung des Budgetziels ein Steuerfuss von 133 Prozent nötig wäre. Tatsächlich liegt er nach der jüngsten kräftigen Senkung um zehn Prozentpunkte bei nur noch 129.

Stadtpräsident Ruedi Mattle sagte an der Bürgerversammlung vom Mittwoch, für alle, die glaubten, der Steuerfuss könne weiter deutlich sinken, sei die Folie zur Steuerprognose gemacht. Es handle sich bei seinem Ausblick zwar um keine Gewinnwarnung, wie man sie von Unternehmen kenne, aber Altstätten habe mit seinem Steuerfuss wohl eine untere Grenze erreicht.

Es stehen grössere Investitionen bevor

Dass die finanzielle Situation der Stadt insgesamt jedoch gut ist, zeigt unter anderem die Entwicklung von einer hohen Nettoverschuldung pro Kopf zu einem stattlichen Guthaben pro Kopf. Der Stadtrat, der 2001 am Steuer gewesen sei, habe es geschafft, dieses herumzureissen, sagte Mattle; seither weist die Verschuldungskurve steil nach oben. Ab 2014 war Altstätten pro Kopf leicht im Plus, und in den beiden letzten Jahren verlief die Kurve im positiven Bereich weiter aufwärts – auf aktuell knapp 1200 Franken (inkl. Spezialfinanzierungen).

Klar ist, dass grössere Investitionen bevorstehen. Allein für die Hochwassersicherheit sind acht Projekte pendent. Eventuell im Herbst wird über das Projekt für den Brendenbach-Unterlauf abgestimmt, und für das Donnerbach-Vorhaben soll der Kredit ebenfalls im Herbst an der Budgetversammlung beantragt werden. Für einen Geschieberückhalt im Weidest dürfte es in zwei Jahren zu einer Urnenabstimmung kommen. Dem Stadtbach-Ausbau steht die Umweltverträglichkeitsprüfung bevor, für den Lienzbach ist ein Projekt zu erarbeiten, und Roosen-, Wuhr- und Lehnbach erfordern die Abstimmung mit Marbach. Zudem ist der Tobelbach-Ausbau im Gange.

Das regionale Hallenbad ist am Entstehen, das Erschliessungsprojekt Donner-Biser-Blatten in Vorbereitung, und ob das ehemalige Altersheim Forst dem Verein «Sunshine for you» für ein Arbeitsintegrationsprojekt dienen kann, wird derzeit vor allem mit Blick auf die Finanzierung geklärt. Der digitale Dorfplatz der Stadt wird im August eröffnet.

Enttäuscht ist der Stadtrat von der Vergabe der Baumeisterarbeiten fürs Hallenbad. Der Vertrag mit dem Totalunternehmer Implenia habe nach der Sichtung der rund 20 eingegangenen Offerten zwar Nachverhandlungen mit regionalen Unternehmen ermöglicht, doch seien diese ohne Ergebnis zugunsten der regionalen Wirtschaft geblieben. Am Ende habe ein Unternehmen aus Trübbach den namhaften Auftrag erhalten.

Stimmbeteiligung von 2,97 Prozent

Die Genehmigung der Jahresrechnung erfolgte einstimmig. Somit wird mit dem Überschuss von rund 3,4 Mio. Franken das Eigenkapital auf die genannten fast 20 Mio. Franken erhöht. Mattles Erkundigung nach der Stimmbeteiligung verband er mit der scherzhaften Bemerkung, zwischen der Stadt und der Schule herrsche diesbezüglich ja stets eine gewisse Rivalität. Als er die Antwort erhielt – 2,97 Prozent – meinte er: «Wir haben gewonnen.» Die Bürgerschaft der Oberstufe war mit 1,9 Prozent vertreten, jene der Primarschule mit 2,5. Beide Werte lagen immerhin über der letztjährigen Stimmbeteiligung.

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