Staads Angstgegner

Unerwartetes Lebenszeichen des FC Heiden: Die Vorderländer siegen gegen Staad mit 4:3 (4:2).

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FUSSBALL. Schaut man auf die Tabelle, war die Partie eigentlich schon vor dem Anpfiff entschieden. Die mit fünf Punkten im Tabellenkeller liegenden Vorderländer trafen mit Staad auf einen Gegner, der personell noch einmal nachgerüstet hat und Ambitionen auf die vorderen Tabellenplätze hegt. Doch wie bereits im Hinspiel, das 3:3 endete, stolperten die Seebuben über die Vorderländer.

Ein munteres Hin und Her

Vor dem Spiel kam es zu einem herzlichen Wiedersehen: Der Staader Schlussmann Tscherne, der in der Vorrunde noch für Heiden nach Bällen hechtete, kehrte auf die Gerbe zurück. Das war es dann aber mit Nettigkeiten. Die Partie war geprägt von vielen Zweikämpfen und viel Kommunikation.

Dazu kam es auf beiden Seiten zu gefährlichen Offensivszenen, die jedoch erst ab Minute 15 in Tore umgemünzt wurden. Den Anfang machte Gebert, der mit einem sehenswerten Volleyschuss zur Führung traf und seinem ehemaligen Teamkollegen dabei keine Abwehrchance liess. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, denn nur vier Minuten später glich Stojanovic nach einem feinen Zuspiel von Martin aus, und nur eine Minute darauf traf Sadrijaj die Latte. Drei Minuten später waren die Gastgeber wieder an der Reihe. Nach einem Rückpass schoss Tscherne den Ball direkt an den Rücken des heraneilenden Krizevac – 2:1 für Heiden. Staad drückte aufs Tempo und kam nach 31 Minuten zum erneuten Ausgleich – Beqiraj traf nach einer feinen Einzelleistung. So gut es in der Offensive auch lief, so löchrig präsentierte sich die Staader Hintermannschaft, denn nur eine Zeigerumdrehung später schoss Gebert mit seinem zweiten Treffer das Heimteam zum dritten Mal in Front. Gejubelt wurde auch in der 39. Minute, als Krizevac, dem von Staader Seite viel zu viel Raum gewährt wurde, zum 4:2-Pausenstand traf.

Starke Defensive als Trumpf

Nach der Pause war den Seebuben anzusehen, dass sie mit diesem Spielverlauf nicht gerechnet haben. Sie erhöhten schlagartig die Kadenz. Die Häädler Verteidigung stand jedoch meist sicher und agierte souverän. Trotzdem musste sie nach einer Stunde den Anschlusstreffer hinnehmen. Beqiraj traf nach einem Querschläger in der Vorderländer Defensive mit einer platzierten Direktabnahme. Mit teilweise neun Spielern am eigenen Strafraum grätschten und blockten die Gastgeber gegen sehr druckvolle Seebuben. Kam ein Staader doch einmal zum Abschluss, war Torhüter Reich zur Stelle und hielt den Sieg der Gastgeber fest. (lua)