Staaderinnen verlieren auswärts 0:8 gegen Kriens

Kriens – Staad 8:0 (3:0).

Justyna Trzaskowski
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FUSSBALL. Eigentlich wollte man Claudia Stilz in ihrem letzten Spiel für den FC Staad mit einer guten Leistung gebührend verabschieden und den Tabellenzweiten aus Kriens ärgern – eigentlich. Die Vorgaben waren klar. Die NLA-Frauen aus Staad wollten nach den sehr guten Spielen gegen die grossen Namen wie Basel und Zürich endlich einmal Punkte gegen einen favorisierten Gegner mitnehmen. Dafür sollte ein kompaktes Mittelfeld und aggressives Unter-Druck-Setzen des Gegners sorgen.

Entgegen des Geplanten konnte der Gegner nach Belieben schalten und walten. Zweikämpfe wurden zum Teil gar nicht angenommen, der Gegner teilweise nur eskortiert. Viel zu oft standen die Staaderinnen weit weg von ihren Gegenspielerinnen, so dass immer wieder gefährliche Bälle in die Tiefe möglich waren. Statt selbst ein frühes Tor zu erzielen, gelang Kriens zum Zug. In der 7. Minute mussten die Staaderinnen das 0:1 hinnehmen. Statt sich aufzubäumen, agierte der FC Staad zunehmend hektischer. Offensivaktionen waren kaum mehr zu sehen. Die einzige Situation, die dem FC Kriens gefährlich wurde, gab es in der 25. Minute. Meike van Elten flankte von links in Richtung des langen Pfostens. Claudia Stilz verfehlte den Ball nur knapp.

Danach kamen immer wieder die Krienserinnen gefährlich vor das Staader Tor. Die 2:0-Führung für Kriens in der 31. Minute war nur die logische Folge. Man hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, der FC Staad sei überhaupt nicht auf dem Platz. Das 3:0 schossen die Gegnerinnen noch vor der Halbzeit. Ein Eckball von Kriens konnte nur noch in die Mitte geklärt werden, wo Gassmann perfekt zielte und von der 16er-Linie rechts unten einschoss.

Die Staaderinnen mussten sich in der Pause vom enttäuschten Trainerteam einiges anhören. Sissy Raith versuchte die Mädels nochmals aufzurütteln und gab ihnen Tips, wie sie wieder ins Spiel kommen könnten. Dies gelang den Staaderinnen nach dem Wiederanpfiff aber nur die ersten zehn Minuten. In dieser Phase konnte man ein Aufbäumen spüren und hatte die Hoffnung, dass der FC Staad wieder ins Spiel finden würde.

Diese Hoffnung dauerte nur kurz; in der 56. Minute, traf Szarvas zum 4:0. Der Wille der Staaderinnen war nun gebrochen. Bis auf ein Abseitstor von Claudia Stilz (60.) kamen sie nicht mehr gefährlich vor das Krienser Gehäuse.

Die Staaderinnen waren jetzt völlig von der Rolle. Kriens kam nun im Minutentakt zu Torchancen und konnte im weiteren Spielverlauf noch weitere vier Treffer für sich verbuchen. Den Match gegen die Krienserinnen kann der FC Staad als schlechtestes Spiel der Saison abhaken.

Fazit: Bis zum Finalrundenstart Ende April vergehen nun wieder einige Wochen, um diese Schmach zu verarbeiten.

NLA FRAUEN

Kriens, Sportanlage Kleinfeld – 100 Zuschauer.

Tore: 7. Schürmann, 31. Gassmann, 40. Gassmann, 56. Szarvas, 65. Szarvas, 80. Banecki, 82. Puntigam, 86. Banecki.

FC Staad: Hutter, A. Thoma, Trzaskowski, Schindler, R. Thoma, Aloi, van Elten (66. Horvat), Schepis (79. Miladinovic), Brunner, Stilz, Petriella (69. Baldauf).

Bemerkungen: Staad ohne Kirchmann, Uhlemann (beide verletzt); Bisquolm (krank); Berweger (Schuld/Ausbildung); Pasalic (Beruf); Bruderer (gesperrt).

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