Staad Punkt abgeknöpft

Staad und Rheineck trennen sich am Bützel mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Für die Seebuben ist somit der Meistertitel in weite Ferne gerückt.

Günther Böhler
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Rheinecks Rohner hält den Ball bei dieser Aktion sicher. (Bild: Günther Böhler)

Rheinecks Rohner hält den Ball bei dieser Aktion sicher. (Bild: Günther Böhler)

Wie schon in der Hinrunde (2:2) teilen der FC Staad und der FC Rheineck die Punkte. Die knapp 200 Derby-Fans sahen vor der Pause spielbestimmende Hausherren, doch nach dem Wechsel hatten die Rheinecker mehr vom Spiel. Das 1:1 ging somit, wie auch beide Trainer bestätigten, in Ordnung. In der Schlussphase stand den Gästen, die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Fabio Künzler zehn Minuten in Unterzahl agierten, allerdings das Glück zur Seite.

Hochkaräter Mangelware

Die Gastgeber fanden durch Boris Zivaljevic (4.) die erste Chance vor und gaben auch in der Folge den Ton an. Mehr als eine weitere Chance durch Anto Loric (19.), der den Ball ebenfalls übers Tor bugsierte, konnte aber nicht verbucht werden. Auf der Gegenseite dauerte es genau eine halbe Stunde, bis es erstmals gefährlich wurde. Staad-Keeper Nemanja Babic war bei einem Chiarello-Versuch zur Stelle. Ab nun entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Hochkaräter waren allerdings Mangelware. Kurz vor der Pause ertönte dann aber Elferalarm im Staader Strafraum. Der Unparteiische sah beim Fall von Sezer Bingöl aber kein Vergehen des Gegners.

Auch im zweiten Durchlauf dauerte es längere Zeit, bis das Bodensee-Duell Fahrt aufnahm. Richtig Leben ins Spiel kam jedoch erst mit dem Führungstreffer der Rheinecker. Blerim Ibrahimi (58.) bezwang Babic mit einem Distanzfreistoss. In der Folge ging es flott hin und her, doch sowohl Künzler, Michael Baumann als auch Jetmir Beqiraj hatten ihr Visier schlecht eingestellt. In der 77. Minute zappelte der Ball aber in den Maschen. Nach einem Beqiraj-Freistoss behielt Zivaljevic im Getümmel die Übersicht und traf via Stange zum 1:1.

Hektische Schlussphase

Kurz darauf freuten sich die Rheinecker schon, dass der alte Abstand wieder hergestellt war. Der Schiedsrichter verwehrte aber dem Treffer von KushtrimHajdaraj (80.) wegen Torhüter-Foul die Gültigkeit.

Das war der Auftakt zu einer hektischen letzten Viertelstunde, die Rheineck in numerischer Unterlegenheit – Künzler (84.) schied wie erwähnt verletzt aus – bestreiten musste. Die Staader wollten es nochmals wissen, doch Misel Ruzic (94.) schoss freistehend aus kurzer Distanz drüber und in Minute 96 rettete Rohner nach Stojanovic-Kopfball, der an die Stange ging, in letzter Sekunde auf der Linie.

«Vor der Pause waren wir klar besser. Die zweite Halbzeit haben wir zunächst verschlafen, doch nach dem 0:1 reagierten wir gut», liess Staad-Co-Trainer Cornel Rüst wissen. Auch Rheinecks Trainer Pascal Frommenwiler war mit dem Punkt zufrieden. Mit dem Unparteiischen allerdings nicht: «Ein reguläres Tor, das war kein Foul am Keeper, wurde aberkannt. Zudem haben wir einen verletzten Spieler, der ins Krankenhaus muss.»