Staablueme: Eine schöne Überraschung zum Schluss

ALTSTÄTTEN. Mit elf Auftritten am achten und letzten Staablueme-Tag endete die Altstätter Kulturwoche. Noch einmal erlebte das Publikum ein bunt gemischtes Programm mit Volksmusik, Rock, Ballett, Artistik, Breakdance, Pop, Grunge und Indie.

Gert Bruderer
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Den Regen bekam die Staablueme am Samstag zu spüren, die Stimmung litt aber nicht unter dem Wetter. (Bild: gb)

Den Regen bekam die Staablueme am Samstag zu spüren, die Stimmung litt aber nicht unter dem Wetter. (Bild: gb)

ALTSTÄTTEN. Mit elf Auftritten am achten und letzten Staablueme-Tag endete die Altstätter Kulturwoche. Noch einmal erlebte das Publikum ein bunt gemischtes Programm mit Volksmusik, Rock, Ballett, Artistik, Breakdance, Pop, Grunge und Indie.

Der Anlass endete mit einer Überraschung, jedenfalls für alle, die Grunge mögen, die regionale Szene aber nicht mit Argusaugen beobachten. Ein erster Grund zum Staunen lag im Entschluss des OK, nicht eine bekannte Band den Schlusspunkt setzen zu lassen, sondern ein Quartett aus Widnau, The Deadly Hats. Ein zweiter Grund zum Staunen folgte nach den ersten zwei, drei Stücken: Diese Band aus Widnau hat was drauf. Thomas Lüchinger von den Flying Koteletts nannte die Deadly Hats eine «lustige Band» und meinte dies sehr anerkennend. Die vier spielen druckvoll, haben alle Stücke selbst geschrieben, treten auf wie alte Profis, die den Spass noch nicht verloren haben und gönnen sich auch kleine Gags. Plötzlich ein scharfes Riff – und schon beginnen René Lüchinger (Gesang, Gitarre), Peter Widmer (Leadgitarre) und Fabian Haldner (Bass) synchron zu hüpfen. Am Schlagzeug sitzt übrigens Martin Frei. Die Band besteht zwar schon seit sieben Jahren, ist aber mit Auftritten eher zurückhaltend. Ihr bisher «grösster» Auftritt war ein Konzert am Moschti-Fäascht.

Nicht nur musikalisch bleibt der letzte Staablueme-Tag in guter Erinnerung. Die zweimal aufgetretene Gruppe Ghost Rockz, die mit Breakdance zweimal Schweizer Meister geworden war und das Land an der WM vertrat, wirbelte nur so über die Bühne, und was Corinne Cueni und Roswitha Döbeli an zwei herabhängenden roten Tüchern in luftiger Höhe aufführten, bestach durch Anmut und hohes artistisches Können.

Die Ballettschule von Veronica Rossetti «hätte mehr Zuschauer verdient», wie jemand bemerkte, doch bei Regen kamen eben viele nicht, die sonst gekommen wären. Dafür erfreute ein spezieller Rekord die tanzenden Mädchen: Nach keinem Auftritt war der Applaus so lange anhaltend wie nach der Ballett-Darbietung.

Zur Ausstellung der (von sechs Handwerksbetrieben geschaffenen) Skulpturen im Marolanipark war ein Voting durchgeführt worden. Jeder konnte während der Staablueme per SMS mitteilen, welche Skulptur ihm am besten gefällt. 800 Personen machten mit. Es gewann die Skulptur der Finger AG.

Den Deadly Hats aus Widnau wurde die Ehre zuteil, als letzte Band am späten Samstagabend aufzutreten.

Den Deadly Hats aus Widnau wurde die Ehre zuteil, als letzte Band am späten Samstagabend aufzutreten.

Indie von den Airtrains: Die Band spielte eigene Songs und kam beim Publikum sehr gut an.

Indie von den Airtrains: Die Band spielte eigene Songs und kam beim Publikum sehr gut an.

Early Call: Eine von fünf Bands am letzten Staablueme-Tag.

Early Call: Eine von fünf Bands am letzten Staablueme-Tag.

Tontechniker Johannes Eberhard (links) ist nicht nur am Mischpult ein As, sondern ist auch ein guter Musiker. Am Samstag trat er mit der Wisler Gang auf, die Songwriter-Rock hören liess.

Tontechniker Johannes Eberhard (links) ist nicht nur am Mischpult ein As, sondern ist auch ein guter Musiker. Am Samstag trat er mit der Wisler Gang auf, die Songwriter-Rock hören liess.

Körperkunst II: Artistik mit Corinne Cueni und Roswitha Döbeli. (Bilder: Gert Bruderer)

Körperkunst II: Artistik mit Corinne Cueni und Roswitha Döbeli. (Bilder: Gert Bruderer)

Körperkunst I: Breakdance mit Ghost Rockz.

Körperkunst I: Breakdance mit Ghost Rockz.

Den Wettbewerb, der mit der Skulpturenausstellung verbunden war, hat die Firma Finger gewonnen. Rolf Zollinger von Raiffeisen Oberes Rheintal überreichte Buchhalterin Mary Hyler den 1. Preis – einen Check über 1000 Franken. (Bild: gb)

Den Wettbewerb, der mit der Skulpturenausstellung verbunden war, hat die Firma Finger gewonnen. Rolf Zollinger von Raiffeisen Oberes Rheintal überreichte Buchhalterin Mary Hyler den 1. Preis – einen Check über 1000 Franken. (Bild: gb)