ST. MARGRETHEN: Jubla kehrt gestärkt heim

Jungwacht und Blauring St. Margrethen haben anstelle der geplanten Lagerwoche eine Art Seminarwoche durchgeführt, um einer unerfreulichen Tendenz entgegenzuwirken.

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Bisherige Leiterinnen, Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter reisten zusammen nach Gais ins Ausbildungslager. (Bild: pd)

Bisherige Leiterinnen, Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter reisten zusammen nach Gais ins Ausbildungslager. (Bild: pd)

ST. MARGRETHEN. Jungwacht und Blauring St. Margrethen gibt es seit 1935. Seit jeher ist es das Ziel, den Kindern vom Dorf eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten. Das Leitungsteam organisierte deshalb Gruppenstunden, Anlässe und Sommerlager. Seit einigen Jahren nimmt die Mitgliederzahl jedoch ab und die Qualität der Gruppenstunden und Lagerprogramme lässt ein wenig zu wünschen übrig. Für das Sommerlager hatten sich nur drei Kinder angemeldet. Deshalb entschied das Leitungsteam zusammen mit der Lagerleitung und dem J+S-Coach, die geplante Lagerwoche als Seminarwoche für sich selbst zu nutzen.

Reise nach Gais

Neun bisherige Leiterinnen, zwei Hilfsleiterinnen und acht Hilfsleiter reisten zusammen nach Gais ins Lagerhaus, wo das Ausbildungslager durchgeführt wurde. Das Programm war vom J+S-Coach erarbeitet worden. Zusammen mit ehemaligen Leitern aus St. Margrethen, der Kantonsleitung von Jungwacht Blauring SG/AI/AR/GL, der Impulsarbeitsstelle von Jungwacht Blauring SG/AI/AR/GL und dem Leiter von Jungwacht und Blauring Oberegg wurde das Seminar durchgeführt.

Leiterreglement erarbeitet

Behandelt wurden Themen wie die Struktur im Leitungsteam, die Qualität und die Planung von Gruppenstunden und Anlässen sowie diverse Ämtli, die es im Leitungsteam gibt. Das Leitungsteam verfasste ein eigenes Leiterreglement, das fortan als Hilfsmittel genutzt wird. Zum Beispiel treffen sich alle zwei Wochen alle Kinder zu einer Gruppenstunde, die stets geplant und ausgewertet wird. Neben diesem eher theoretischen Teil organisierten Kleingruppen eigene Lagersportblöcke, die dann direkt durchgeführt wurden. Zusammen mit den anwesenden Ehemaligen und dem J+S-Coach wurde dem Leitungsteam nach jedem Sportblock ein Feedback abgegeben, damit sich für die Tätigkeit als Leiter etwas lernen liess.

Mitte Woche stand die Zweitages-Wanderung auf dem Plan, die jedoch wegen sehr schlechten Wetters in zwei Eintages-Wanderungen umgewandelt wurde. Der Höhepunkt war der Besuch des Hochseilparks in Jakobsbad.

Teambildung als Ziel

In dieser Ausbildungs-Lagerwoche lernten sich die jungen Hilfsleiter und die bisherigen Leiterinnen auch besser kennen. So mussten sie die ganze Woche immer wieder kleine Aufträge ausführen, wobei es viel um Kreativität, Ausdauer oder Initiative ging. Natürlich herrschte zwischendurch ein bisschen dicke Luft, was aber in jedem Team vorkommt und auch vorkommen soll. Denn im Hintergrund dieser Lagerwoche war die Teambildung ein wesentliches Ziel.

Das neu zusammengesetzte Leitungsteam legte den Grundstein, um im August – zeitgleich mit dem Schulbeginn – ins Vereinsjahr zu starten. Bei der Jubla St. Margrethen, wie man sich von nun an nennt, steht vor allem die Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt. Mit dem Kerngeschäft, den Kindern eine attraktive, aktive und sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, wirbt das Leitungsteam nun um Mitglieder. (as/gb)