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ST. MARGRETHEN: Gemeinsam ökologisch heizen

Der Wärmeverbund der Ortsgemeinde St. Margrethen möchte aktiver werden. Es besteht die Absicht, die Heizzentrale zu erweitern. Interessenten sind vorhanden.
Carmen Kaufmann
Die Erweiterung der Heizzentrale bei den St. Margrether Alterswohnungen (rechts im Bild) würde diesen Bereich einnehmen. (Bilder: Carmen Kaufmann)

Die Erweiterung der Heizzentrale bei den St. Margrether Alterswohnungen (rechts im Bild) würde diesen Bereich einnehmen. (Bilder: Carmen Kaufmann)

Carmen Kaufmann

Die Ortsgemeinde St. Margrethen führt einen Wärmeverbund mit einer lokalen Holzschnitzelheizung. Bisher sind das Altersheim, die Alterswohnungen, der Kindergarten Fahr und das Mineralheilbad an dem Verbund angeschlossen. Künftig würden weitere Liegenschaften folgen.

Geld fliesst in die eigene Gmeindekasse

Die Heizzentrale feuert mit Holzschnitzeln aus dem Rheintal. Einige Vorteile bietet die ökologische Heizung. Indem einheimische Ressourcen genutzt werden, fliesst das Geld statt in externe Gas- oder Ölkonzerne in die eigene Gemeindekasse. Dieses Geld könne wiederum für Vereine, Stipendien oder andere Investitionen genutzt werden, erklärt Ortsgemeindepräsident Rolf Künzler.

Der Anschluss an einen Wärmeverbund erfordert eine gewisse Dichte. Um die Leistung auszuschöpfen, braucht es viele oder grosse Abnehmer. Die Leitungskosten und die Kosten für die Erweiterung der Heizzentrale sind ziemlich hoch – für grosse Liegenschaften ist der Anschluss möglich, für kleinere verhältnismässig zu teuer.

Ein weiterer Schritt zur Energiestadt

Die Holzschnitzelheizung in St. Margrethen ist mit einem Elektrofilter nachzurüsten. Feinstaubpartikel können gefiltert werden, kein weiterer Russ entsteht. Im Rahmen dieses Projekts haben die politische Gemeinde und die Ortsgemeinde die Idee der Erweiterung des Wärmeverbunds weiterentwickelt.

Die Förderung nachhaltiger, erneuerbarer Energie ist ein wichtiges Energiestadt-Ziel. Gemeindepräsident Reto Friedauer sieht grosse Vorteile. Der ökologische und volkswirtschaftliche Mehrwert sei beträchtlich. So würde zu 100 Prozent erneuerbare Energie aus einer lokalen Quelle genutzt. Die Abhängigkeit vom Ausland in der Wärmeversorgung werde reduziert und die Wertschöpfung falle vor Ort an. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung zeige zudem, dass die Umstellung zu heutigen Energiepreisen keine namhafte Kostensteigerung verursache.

Die Ortsgemeinde St. Margrethen erstellte eine Machbarkeitsstudie, unter welchen Voraussetzungen eine Erweiterung in Erwägung gezogen werden könnte. Um die Wirtschaftlichkeit der Investition zu sichern, brauche es grosse Abnehmer. Aufgrund dieser Erkenntnis trat sie mit möglichen Abnehmern in Kontakt und besprach die Voraussetzungen.

Am Projekt beteiligen werden sich neben der politischen Gemeinde (Gemeindehaus) die katholische Kirchenverwaltung (Kirche, Pfarrhaus und Vikariat), die Schulgemeinde (Primarschulhaus Rosenberg) und das Mineralheilbad, das zum bestehenden auch den erweiterten Teil einbeziehen möchte.

Abstimmung an der Bürgerversammlung

Der Ortsbürgerschaft wird an der Bürgerversammlung vom 9. März ein Projektierungskredit von 75000 Franken beantragt. Wird der Antrag angenommen, folgen die Planung und im Herbst eine zweite Abstimmung zur definitiven Finanzierung. Bei einem Ja könnte das Projekt voraussichtlich im Frühling 2019 umgesetzt werden.

In einer ersten Phase würden das Gemeindehaus, die katholische Kirche und das Pfarrhaus sowie die Primarschule und das Mineralheilbad angeschlossen. Das Vikariat folgte in einer zweiten.

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