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ST. MARGRETHEN: Einkaufs- und Zooerlebnis in einem

Seit gestern können im Rheinpark über 80 teils exotische Tiere entdeckt werden. Die Ausstellung «Lebende Schönheiten Madagaskars» bringt nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zum Staunen.
Benjamin Schmid
Marion Baumgartner und Tochter Anna sehen sich fasziniert die vielen exotischen Tiere an. (Bild: Benjamin Schmid)

Marion Baumgartner und Tochter Anna sehen sich fasziniert die vielen exotischen Tiere an. (Bild: Benjamin Schmid)

Benjamin Schmid

In den nächsten drei Wochen wird in der Ausstellung eine Auswahl von Tieren, die mehrheitlich aus Madagaskar kommen, gezeigt. Mit dabei der Riesen­tausendfüsser, Taylors Biber- schwanzagame oder der Tigerlaufkäfer, aber auch die grüne Baumeidechse, die türkisblaue Riesenstabschrecke oder zum ersten Mal in Europa der Plattschwanzgecko. Gemessen an der Artenvielfalt, die Madagaskar zu bieten hat, zeigt die Ausstellung nur eine kleine Auswahl. Gemäss Helmut Hansen, Tierpfleger und Ausstellungsbetreuer, liegt der Fokus dieses Jahr bewusst auf Madagaskar: «Bereits 90% der einzigartigen Regenwälder sind gerodet; somit sind die Lebensräume jener aussergewöhnlichen Tierwelt verschwunden oder zumindest stark bedroht.» Daher sei es wichtig, dieses Problem ­anzusprechen, aber gleichzeitig auch den Menschen die faszinierende und exotische Tierwelt näherzubringen.

Zwischen Einkaufswagen und Tragtaschen

Hansen und die naturwissenschaftliche Ausstellung von «expovivo» sind nicht zum ersten Mal Gäste im Rheinpark und beeindrucken erneut die Besucher. So zum Beispiel Marion Baumgartner und ihre Tochter Anna. «Wir sind nach dem Einkauf spontan stehen geblieben und ­bewundern nun die Tiere», sagt Marion Baumgartner und weiter: «Die Ausstellung ist nicht nur reizvoll anzusehen, sondern auch informativ und spannend.» Während der viermal täglich stattfindenden Führungen haben die Besucher die Möglichkeit, die Tiere anzufassen und zu halten. Zusätzlich zum taktilen Erlebnis ergänzt Hansen die Führung mit zahlreichen Anekdoten und Informationen über die Tiere und ihren Lebensraum.

Um die Zerstörung einzudämmen und die Ausrottung der Tiere zu verhindern, seien solche Ausstellungen wichtig, findet auch Zentrumsleiter Andreas Aepli: «Wir bringen die Tiere zu den Menschen. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass wir damit ein Bedürfnis erfüllen.» Hauptattraktion in diesem Jahr ist der Plattschwanzgecko. Das stark bedrohte Tier kommt ausschliesslich in Madagaskar vor und ist erstmals in Europa zu sehen.

Hinweis

Gruppen können einen individuellen Termin unter Telefon 071 747 34 11 vereinbaren.

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