st. margrethen
Ein Ertragsüberschuss lässt es zu, dass der Steuerfuss bei 114 Prozent belassen werden kann

Der Allgemeine Gemeindehaushalt St.Margrethens schliesst in der Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 1,63 Mio. Franken. Weil ein Reservebezug über 535'900 Franken budgetiert war, beträgt die Besserstellung 2,16 Millionen.

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Am 11. April stimmt St.Margrethen über Rechnung und Budget ab.

Am 11. April stimmt St.Margrethen über Rechnung und Budget ab.

Bild: PD

(gk) Der Steuerfuss 2021 soll unverändert bei 114 Prozent bleiben. Die Bürgerschaft entscheidet am Sonntag, 11. April, an der Urne über Rechnung und Budget.

Der Ertragsüberschuss soll ganz in die Ausgleichsreserve eingelegt werden. So erhöht sich diese auf 5,52 Millionen Franken. Die Reserve dient dazu, kurzfristige Schwankungen in der Erfolgsrechnung zu glätten. Das kumulierte Ergebnis der Vorjahre bzw. der Bilanzüberschuss bleibt unverändert bei 4,6 Millionen Franken.

Wie die Gemeinde in einer Medienmitteilung schreibt, sei der positive Rechnungsabschluss auf vier Faktoren zurückzuführen. Erstens lag der Gesamtsteuerertrag von 16,5 Mio Fr. hauptsächlich dank höherer Nachzahlungen bei den natürlichen Personen und regen Liegenschaftsgeschäften 886'000 Franken über dem Budget.

Der Finanzbedarf der Schule liegt demgegenüber mit 11,31 Mio. um knapp 475'000 Franken unter Budget. Weiter führten Rückzahlungen von Bun­desgeldern an die Gemeinden für 2019 und 2020 im Asylbereich zu einer Besserstellung gegenüber Budget von 213'000 Franken.

Zudem lag der Aufwand für Heimplatzierungen von Kindern und Jugendlichen und die wirtschaftliche Hilfe um 170'000 Franken unter Budget.

Spezialfinanzierung, Technik und Investitionen

Die Altersheimrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 163'000 Fr., der der Reserve gutgeschrieben wird. Deren Stand erhöht sich auf 2,3 Mio. Franken. Die budgetierte Entnahme aus der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung fiel mit 116'200 Fr. tiefer aus als budgetiert (151'400 Fr.). Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung weist neu einen Stand von 5,8 Mio. Fr. auf. Die Feuerwehrersatzabgabe fällt um 11% höher aus als budgetiert, weshalb 295'800 Fr. eingelegt werden können. Die Reserve ist nun 1,1 Mio. gross. Die Rechnung der Technischen Betriebe schliesst mit einem Gewinn von 853'900 Franken. In der Elektrizitätsversorgung wird ein Gewinn von 616'800 Fr. ausgewiesen, die Wasserversorgung schliesst mit plus 237'100 Franken. Die Gewinne werden ins Eigenkapital eingelegt. Dieses beträgt nun 5,24 Millionen.

2020 realisierte die Gemeinde Investitionen in der Höhe von netto 5,7 Mio. Franken. Die Technischen Betriebe investierten 1,2 Mio. in Netze und Anlagen. Davon entfallen 0,53 Mio. auf die Elektrizitätsversorgung und 0,64 Mio. auf die Wasserversorgung.

Gemeinde sichert sich mit dem Steuerfuss ab

Das Budget der Erfolgsrechnung 2021 weist einen Ertragsüberschuss von 362'000 Fr. aus. Dies ist hohen ausserordentlichen Erträgen bei den Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern zu verdanken. Ohne diesen einmaligen Effekt wäre ein Aufwandüberschuss von über einer Million zu erwarten. Der Steuerfuss 2021 soll angesichts grosser finanzieller Herausforderungen in den nächsten Jahren (hohe Investitionen, sinkende Steuereinnahmen, steigende Gesundheits- und Sozialkosten, Pandemie-Effekte) unverändert bei 114% bleiben.

Der Gemeinderat hat aufgrund der Pandemie beschlossen, die Abnahme der Jahresrechnung 2020 sowie die Genehmigung des Budgets und des Steuerfusses für das Rechnungsjahr 2021 an die Urne zu verweisen. Die Urnenabstimmung findet am 11. April statt.