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ST. MARGRETHEN: Die Beiz ist zurück im Dorf

Drei Jahre nach der Schliessung des Restaurants Rössli wurde es am Samstag wiedereröffnet. Zahlreiche Gäste fanden den Weg zur traditionellen Dorfbeiz, um ein Stück Käsefladen zu geniessen.
Benjamin Schmid
Von links Rolf Hanselmann (Vorstand), Rolf Künzler (Ortsverwaltungsratspräsident), Jacqueline Stäbler (Präsidentin Genossenschaft Rössli), Reto Friedauer (Gemeindepräsident), Marianne Engler (Wirtin), Peter Staub (Vorstand), Felix Tobler (Geschäftsführer Genossenschaft) und Claudio Pallecchi (Bauchef). (Bilder: Benjamin Schmid)

Von links Rolf Hanselmann (Vorstand), Rolf Künzler (Ortsverwaltungsratspräsident), Jacqueline Stäbler (Präsidentin Genossenschaft Rössli), Reto Friedauer (Gemeindepräsident), Marianne Engler (Wirtin), Peter Staub (Vorstand), Felix Tobler (Geschäftsführer Genossenschaft) und Claudio Pallecchi (Bauchef). (Bilder: Benjamin Schmid)

Benjamin Schmid

Lange mussten die Einwohnerinnen und Einwohner von St. Margrethen auf die Wiedereröffnung ihrer Dorfbeiz warten. Umso grösser war dafür die Freude, als es am Samstag so weit war. «Heute ist ein Freudentag», sagte Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen. Mit viel Durchhaltewillen und Schaffenskraft wurde eine Idee zur Realität. Vor drei Jahren äusserte Paul Gerosa den Wunsch, man möge doch das «Rössli», das von der endgültigen Schliessung bedroht war, als eine der letzten typischen Dorfbeizen im Zentrum erhalten. Gemäss Friedauer hat die Mission zum Erhalt des «Rösslis» viele Höhen und Tiefen durchlebt, aber dank breiter Unterstützung in der Bevölkerung und der Genossenschafter konnte sie erfolgreich abgeschlossen werden. Auch für die Präsidentin der Genossenschaft Rössli, Jacqueline Stäbler, ist die Wiedereröffnung mit Glücksgefühlen verbunden. «Lange mussten wir auf diesen Augenblick warten. Jetzt ist es umso schöner, bei dieser gelungenen Sache dabei zu sein.» Stäbler strich heraus, dass die Geduld der Genossenschafter teilweise arg strapaziert wurde, aber die Zusammenarbeit bis zum Schluss konstruktiv und ergiebig blieb. «Die Unterstützung aus der Bevölkerung war riesig. Daher bin ich überzeugt, dass das Projekt erfolgreich sein wird.» Ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen. Doch nun wolle sie lieber in die Zukunft blicken als zurückzuschauen. Das grosse Interesse der Bevölkerung zeige, dass es nach wie vor ein Bedürfnis ist, einen zentralen Treffpunkt im Dorf zu haben.

Ziele wurden gemeinsam erreicht

Nachdem die Genossenschaft zur Rettung des «Rösslis» im Juli 2015 gegründet worden war, dachten viele an eine schnellere Umsetzung des Projekts. Noch bei der ersten Generalversammlung der Genossenschaft im Februar 2016 war man zuversichtlich, das Restaurant im selben Jahr wiederzueröffnen. Aufgrund von Mängeln an der Bausubstanz und Einsprachen wurden bautechnische Abklärungen nötig. Im Zuge der Detailplanung wurde ersichtlich, dass die ursprünglichen Kostenangaben nicht korrekt waren. Dem Vorstand blieb nichts anderes übrig, als ein neues, kostengünstigeres Projekt zu lancieren. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 3. November 2016 wurde das Schicksal des «Rösslis» besiegelt. Anstelle eines Teilabbruchs und Neubaus wurde eine sanfte Renovation im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten beschlossen. Obschon sich die Umsetzung des Projekts als langwierig entpuppte, hielt die Genossenschaft daran fest. «Unser Ziel, das ‹Rössli› zu eröffnen, haben wir gemeinsam erreicht», sagte Stäbler.

Von einer Verkehrsachse zu einer Lebensader

Der erste Schritt, die Hauptstrasse von einer Verkehrsachse zu einer Lebensader im Dorf zu gestalten, sei mit dem heutigen Tag erfolgt, sagte Friedauer. Im «Röss- li» können ab sofort wieder Vereinsversammlungen durchgeführt werden. Gemäss Marianne Engler, Wirtin des «Rösslis», soll es aber auch als «Znüni-Ort» für die Handwerker und Gewerbler sein. Darüber hinaus wartet das Restaurant mit gutbürgerlicher Küche auf und bietet eine nahe Möglichkeit für ein Feierabendbier. Auch der regional bekannte Käsefladen fehlt nicht im Angebot. Willkommen sind Veranstaltungen der Musikgesellschaft, Jassnachmittage oder Gäste, die sich am Stammtisch über Aktualitäten austauschen möchten.

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