ST. MARGRETHEN: Der Steuerfuss sinkt markant

Der Gemeindehaushalt schliesst fast zwei Millionen Franken besser ab als budgetiert. Deshalb soll der Steuerfuss gesenkt werden, schreibt der Gemeinderat: von 132 auf 127 Prozent.

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Der allgemeine Gemeindehaushalt schliesst in der laufenden Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 1,51 Mio. Franken und somit 1,97 Mio. Franken besser ab als angenommen. Budgetiert war ein Reservebezug von 0,46 Mio. Möglich wurde dieses Resultat aufgrund steuerlicher Mehreinnahmen, tieferer Sozialkosten und wegen eines geringeren Finanzbedarfs der Schule. Der Gemeinderat beantragt für 2017 eine Steuerfusssenkung von 132 auf 127 Prozent.

Der Voranschlag 2016 von 1511552 Franken soll für zusätzliche Rücklagen (1 Mio.) und eine Einlage von 511552 Franken ins Eigenkapital verwendet werden. Dieses erhöht sich damit auf 3,43 Mio. Franken.

Mehr Steuereinnahmen, tiefere Sozialausgaben

Der Gesamtsteuerertrag 2016 liegt mit 15,76 Mio. insgesamt 748000 Franken bzw. 5 % über Budget. Bei den natürlichen ­Personen wird das Budget um 346000 Franken überschritten. Auch bei den übrigen Steueranteilen schliesst die Rechnung um gut 400000 Franken besser ab. Aus Liegenschaftsverkäufen konnten höhere Steuererträge bei den Handänderungssteuern (+78703) und den Grundstückgewinnsteuern (+70171 ) eingenommen werden. Die Mehreinnahmen bei den juristischen Personen (+331412) tragen ebenfalls zum guten Gesamtergebnis bei. Tiefere Erträge sind bei den Quellensteueranteilen (–70950) zu verzeichnen.

Die finanzielle Sozialhilfe schliesst mit einem Nettoaufwand von 896900 Franken um 478000 Franken tiefer als budgetiert. Rückwirkende Leistungen der Sozialversicherungen führten zu in diesem Ausmass unerwarteten Rückerstattungen in Höhe von 303000 Franken. Rückwirkende EL-Leistungen und eine systematische Verlustscheinbewirtschaftung führen auch bei der Krankenpflege-Grundversicherung zu einer Verbesserung von 93000 Franken gegenüber Budget. Der Finanzbedarf der Schulverwaltung liegt mit 10984000 um 170500 Franken bzw. 1,5 % unter Voranschlag.

Spezialfinanzierungen und Betriebe

Die Altersheimrechnung 2016 schliesst dank Belegung von 98,4 % wieder mit einem Ertragsüberschuss von 311097 Franken ab, der der Betriebsreserve gutgeschrieben wird. Deren Stand erhöht sich mit der Einlage auf 576100 Franken. Der Abschluss 2016 im Bereich Abwasser ermöglicht dank deutlich höheren Anschlussbeiträge für Neu- und Umbauten (+633887 ) eine grössere Einlage in die Spezialfinanzierung von 517848 Franken. Diese weist neu einen Stand von 5,94 Mio. auf. Die Feuerwehr-­Ersatzabgabe fällt mit 596022 Franken um 2,8 % höher aus als budgetiert; sie ermöglicht eine Einlage in die Betriebsreserve von 62890 Franken. Die Betriebsreserve weist neu einen Stand von 613334 Franken auf.

2016 realisierte die Gemeinde Investitionen in Höhe von netto 1,01 Mio. Die technischen Betriebe investierten zusätzlich 0,8 Mio in ihre Netze und Anlagen; davon entfallen 0,51 Mio. auf die Strom- und 0,29 Mio. auf die Wasserversorgung. (gk)