ST. MARGRETHEN: Der Dienststeg über den Kanal hat grosse Bedeutung

Gestern wurde der neue Dienststeg der Wasserversorgung St. Margrethen-Rheineck in Betrieb genommen. Der Steg sichert die Zugänglichkeit zu den Brunnen im Rheinvorland und zum Viadukt. Er ist zudem höher als das Vorgänger-Modell.

Andrea C. Plüss
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Grosse Freude über die kleine Brücke: (von links) Gabriel Macedo (Stadtschreiber Rheineck), Klaus Oberhauser (Bänziger Partner AG), Kurt Künzler (Metallbau Meier AG), Hans Pfäffli (Stadtpräsident Rheineck), Peter Schmid (Wasserversorgung Walzenhausen), Jan-Thilo Hippmann (Gautschi AG), Reto Friedauer (Gemeindepräsident St. Margrethen). Die Kosten für die neue Brücke belaufen sich auf etwa 22 (Bild: acp)

Grosse Freude über die kleine Brücke: (von links) Gabriel Macedo (Stadtschreiber Rheineck), Klaus Oberhauser (Bänziger Partner AG), Kurt Künzler (Metallbau Meier AG), Hans Pfäffli (Stadtpräsident Rheineck), Peter Schmid (Wasserversorgung Walzenhausen), Jan-Thilo Hippmann (Gautschi AG), Reto Friedauer (Gemeindepräsident St. Margrethen). Die Kosten für die neue Brücke belaufen sich auf etwa 22 (Bild: acp)

Nebst St. Margrethen und Rhein­eck beziehen auch Walzenhausen und die Vorarlberger Gemeinde Gaissau von der Gemeinschaftswasserversorgung ihr Wasser. Total werden 13 000 Menschen mit Trinkwasser versorgt, das in den Grundwasserbrunnen Schäfli 1 und 2 gefördert wird.

Den «Rosthaufen» abgebrochen

Das Binnenkanal-Hochwasser vom September hatte sich für den alten Dienststeg aus dem Jahr 1939 nochmals als sehr bedrohlich erwiesen. «Da waren höchstens noch zehn Zentimeter Luft», erinnert sich Ludwig Buob, Betriebsleiter Technische Betriebe St. Margrethen, sonst wäre der Dienststeg überspült und womöglich fortgerissen worden. Die Situation war derart dramatisch, dass der Bagger, der sich aufgrund der Erdarbeiten für die neue Brücke bereits am Ufer befand, festgebunden werden musste, um nicht vom Wasser weggerissen zu werden. Als in die Jahre gekommenen «kleinen Rosthaufen» bezeichnete Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen, das nun ersetzte Kons­trukt. Parallel zum alten Steg entstand in kurzer Bauzeit eine moderne Stahlkonstruktion, die zur Uferseite Rheinvorland etwa 70 cm ansteigt und direkt an das Betonplateau anstösst. Dies ist praktischer und bedurfte keiner Geländeanpassung. Die vom Ingenieurbüro Bänziger Partner AG geplante neue Stahlbrücke ist zwischen einem Meter und 1,70 Meter höher als der alte Steg; zu­- dem auch breiter.

Zur Eröffnung hatten sich Vertreter der Gemeinden, der technischen Betriebe, des Zweckverbands RBK und der am Bau beteiligten Firmen eingefunden. Für Kurt Künzler von der Metallbau Meier AG hat die Brücke eine ganz spezielle Bedeutung: Die alte Brücke war von Firmengründer Paul Meier errichtet worden; die neue war das erste Projekt unter der Leitung von Künzlers Sohn Marcel.

Andrea C. Plüss