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ST. MARGRETHEN: Abschied von Aldo Zäch

Mit viel Musik und Geschichten aus seinem Leben wurde der vor zehn Tagen verstorbene Aldo Zäch in der katholischen Kirche verabschiedet. Ein Abschied mit positiver Energie. So wie sein Leben war.
Gerhard Huber

An die vierhundert Trauergäste waren gekommen, um «ihrem» Aldo Zäch einen letzten Gruss zu erweisen. Eine im wahrsten Sinne des Wortes «bunte» Gemeinschaft seiner Verwandten, Freunde und Wegbegleiter. Denn gemäss Aldos ausdrücklichem Wunsch war keine Trauerkleidung angesagt, sodass man viele fröhlich-bunte Farben, T-Shirts und sogar bei manch einem Herren kurze Hosen sah. Bunt und fröhlich war auch die Kirche geschmückt: Mit Sonnenblumen vor dem Portal, entlang des Mittelganges und am Altar. Sonnenblumen, die das Strahlen eines unvergesslichen Sommers symbolisieren und damit für Fröhlichkeit, Wärme und Zuversicht stehen.

Ein Lebensweg voll positiver Leidenschaft

Jene Zuversicht, die Aldo Zäch sein Leben lang auszeichnete. Denn sein Lebensweg war von positiver Leidenschaft geprägt. Von der Überzeugung, dass das, was er in die Hände nahm, auch zu einem guten Ende komme. Seine Verabschiedung war geprägt von grossartigen musika­lischen Darbietungen, von Gospel und Soul, von grossen Stimmen, von Hoffnung und Trauer gleichermassen, die ewiggültige Songs wie «Under the rainbow», «Ave Maria» und «Amazing ­grace» verbreiten. Der Bruder, Roger Zäch, erzählte aus dem Leben des ehemaligen Schweinemästers Aldo Zäch, der zum Kinobetreiber mutierte. Der nach dem Verkauf seiner Schweinezucht 2001 das Kino Madlen, das als Lagerhalle zum Verkauf ausgeschrieben war, auch als solche kaufen wollte und sich nach der Besichtigung kurz entschlossen entschied, das Filmtheater zu renovieren und mit einem Mix aus Filmvorführungen, Kleinkunstevents und Konzerten erfolgreich wiederzubeleben. Wobei in den letzten Jahren sein Sohn Pascal zu seiner rechten und linken Hand geworden sei. Die rechte Hand fürs Geschäft und die linke Hand für das Gefühl und das Herz. «Es war das schönste Geschenk für Aldo, dass Pascal in seine Fussstapfen trat. Mit ihm zusammen hat er in den letzten Jahren seine Visionen verwirklicht und ausgelebt.» Tatsächlich waren und sind Vater und Sohn Zäch bestimmende Personen in der Rheintaler Kulturszene, haben die Schlosskonzerte Heerbrugg und die weitum bekannten Jazz- und Blues-Konzerte organisiert und zu einem Markenzeichen gemacht.

Oder wie es die Pfarreibeauftragte Leila Zmero, die die Abschiedsfeier mit einfühlsamen Worten begleitete, treffend ausdrückte, «Aldo befindet sich jetzt an einem Ort voller Gerechtigkeit und Fröhlichkeit, aller Sorgen enthoben. Ein Platz voller Licht. Und es war viel Licht, das er in die Welt gebracht hat. An einige dieser Lichtpunkte in seinem Leben werden wir uns heute und künftig erinnern.»

Gerhard Huber

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