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Sprechend und pressend

HEERBRUGG. Seit Mittwoch steht im Heerbrugger Pärkli eine Weltneuheit: «Big Belly», ein High-Tech-Abfalleimer mit solarbetriebener Müllpresse. Wenn das Produkt ankommt bei der Bevölkerung, könnten ein paar davon angeschafft werden, erwägt die Gemeinde. Stückpreis: Ab 7000 Franken.
René Schneider
Noch auf Probe: Der erste High-Tech-Solar-Abfalleimer der Region steht im Heerbrugger Schmidheiny-Park. (Bild: René Schneider)

Noch auf Probe: Der erste High-Tech-Solar-Abfalleimer der Region steht im Heerbrugger Schmidheiny-Park. (Bild: René Schneider)

«Nie wieder überfüllte, stinkende und unansehnliche Mülleimer», wirbt der österreichische Importeur der «Big Belly» (Dickbauch). In den Eimern stecken ein Elektromotor, eine Presse mit 800 Kilo Pressdruck, eine Töffbatterie, ein 160-Liter-Kehrichtsack, darüber eine vandalensichere Solarzelle. Eine Stunde Sonne reicht für einen Monat Betrieb. Auch bei Minustemperaturen, verspricht Markus Lüchinger. Der gebürtige Heerbrüggler ist Geschäftsführer des Entsorgungsunternehmens Dräksak Services Schweiz in Emmen LU mit der Tochter «Verwert AG» in Au. Er importiert, verkauft, und vermietet die «Dickbäuche». Aktuell seien schweizweit etwa 250 Stück in Betrieb. Ausfälle oder Vandalenschäden an der «Dräkpräss», wie die Eimer hier heissen, seien sehr selten, sagt.

Den Preis von 7000 bis 9000 Franken relativiert Lüchinger: Die Presse fasst etwa einen Kubikmeter Müll, also siebeneinhalb mal so viel wie ein normal gefüllter Kehrichtsack. Der «Big Belly» muss darum seltener geleert werden. Optional kann man ihn mit Fernabfrage ausrüsten, so dass der Füllstand der Eimer im Bauamt auf dem Computer ersichtlich ist. Die Aussenflächen können für Werbung vermietet werden. Das illegale Mülldeponieren gehe zurück, weil der Einwurf zu schmal ist für Kehrichtsäcke. Im Übrigen sei Big Belly «so vandalensicher wie das Papamobil», scherzt Lüchinger.

In der Praxis bewähre sich der High-Tech-Eimer. Lüchinger erläutert es an zwei Beispielen: Seit in Rapperswil vor einem Schnellimbiss eine «Dräckpräss» stehe, müsse das Personal keine Tische mehr abräumen und lägen kaum mehr Essens-Verpackungen in der Umgebung. Vor allem junge Menschen nähmen die neuartigen Eimer gut an. Bestens akzeptiert «und immer ein Gesprächsthema» seien die Eimer auch an Parties, VIP- und Freiluftveranstaltungen wie neulich an der Lauberhorn-Abfahrt. Optional lässt sich ein «Sprachmodul» einbauen: Der Big Belly spielt dann eine Melodie sagt «Danke» oder wünscht gar «frohe Ostern». Müll entsorgen kann und soll schliesslich Spass machen.

Markus Lüchinger, Inhaber und Geschäftsführer Dräksak. (Bild: pd)

Markus Lüchinger, Inhaber und Geschäftsführer Dräksak. (Bild: pd)

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