Sportunterricht der HPS auf dem Tennisplatz

In den letzten Wochen herrschte mittwochvormittags immer reges Treiben auf dem Gelände des Tennisclubs Balgach. Acht Kinder der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg übten Ballgefühl, Vorhand, Rückhand und das gemeinsame Ballspiel.

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Die Kinder geniessen den Tennisunterricht. (Bild: pd)

Die Kinder geniessen den Tennisunterricht. (Bild: pd)

TENNIS. Das ausserordentliche Projekt wurde durch Spenden der HPS Heerbrugg, dem Tennisclub Balgach sowie der passionierten Tennisspielerin Heidi Zünd ermöglicht. Die Klasse M1 der HPS Heerbrugg unter der Leitung von Silvana Braun Hug machte aus der Not eine Tugend. Traditionell gehen die Schulklassen der HPS Heerbrugg mittwochs immer ins Hallenbad Balgach. Da das Bad von Frühjahr bis Herbst wegen Umbau geschlossen ist, überlegte sich die Lehrkraft ein Alternativprogramm.

Tennis statt Schwimmen

Schnell wurde die Idee geboren, den Kindern statt des Schwimmunterrichts Tennisstunden zu erteilen. Eine Anfrage an den Tennisclub Balgach (TCB) wurde vom Vorstand speditiv gutgeheissen. Er stellte die Tennisplätze gratis zur Verfügung. Mit Heidi Zünd (TCB) konnte eine langjährige und engagierte Tennisspielerin als «Tennislehrerin» gewonnen werden. Sven Köppel, Clubmeister des TCB und derzeit Zivildienstleistender an der HPS Heerbrugg, unterstützte sie tatkräftig. Heidi Zünd begründet ihre Motivation für den Tennisunterricht mit entwicklungsbeeinträchtigten Kindern so: «Ich mache es einfach aus Freude am Tennissport. Ich spiele gerne mit den Kindern Tennis.» Und diese Begeisterung übertrug sich rasch auf die Kinder.

Viele positive Aspekte

Die Schüler waren hochmotiviert und erlebten tolle Stunden im Tennistraining. Jede und jeder wurde seinen Möglichkeiten nach entsprechend gefördert. Manchen Kindern gelangen schon richtige Ballwechsel, andere hatten Freude an der Ballwand. Die individuellen sportlichen Fortschritte in der Schlagtechnik waren beachtlich und motivierten die Kinder. Wenn die Ausdauer und Kraft langsam ausging, freuten sich die Kinder auf den verdienten Znüni im Clubhaus. Allen gemeinsam waren die Freude an der Bewegung an der frischen Luft und die beachtlichen Fortschritte in Koordination, Ballgefühl und Ausdauer. «Es war faszinierend, die Kinder in einer neuen Sportart zu erleben. Unter heilpädagogischen Aspekten fördert Tennis die Motorik, das soziale Miteinander, das Regelverhalten sowie die Kraftdosierung», lautete das Resümee der Klassenlehrkraft. Tennis biete den Kindern einer heilpädagogischen Schule lustbetonte, spezifische Fördermöglichkeiten. So war es nicht verwunderlich, dass der Mittwochvormittag im Wochenablauf der Kinder jeweils ein Highlight war. «Spiel, Satz und Sieg», für eine gute Sache und ein wertvoller Beitrag zur Integration von Kindern mit einer Entwicklungsbeeinträchtigung. (NP)