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Sportschule «nicht zu jedem Preis»

Die Oberstufe Mittelrheintal betreibt eine Talentschule für Sport und bekommt für auswärtige Schüler Geld aus deren Schulgemeinden. Mit dem Betrag, den der Kanton festgelegt hat, ist die OMR aber nicht einverstanden.
Gert Bruderer

HEERBRUGG. Sportschülerinnen und Sportschüler werden an der OMR in ordentliche Klassen integriert. Von den insgesamt 26 Jugendlichen, die an der anerkannten OMR-Talentschule für Sport unterrichtet werden, stammen nur vier aus dem Einzugsgebiet der OMR. Drei Jugendliche kommen sogar aus Rorschach, jemand wohnt in Buchs.

Nicht kostendeckend

Von den Schulgemeinden der auswärtigen Schüler bekam die OMR bisher ein Schulgeld von 15 000 Franken pro Schüler. Tatsächlich, ist im Amtsbericht der OMR zu lesen, koste ein Schüler durchschnittlich sogar 18 500 Franken, den Aufwand für die Infrastruktur nicht mitgerechnet.

OMR-Präsident Ivo Riedi sagt, weil die Talentschüler auf bestehende Klassen verteilt würden, könne die Oberstufe mit den bisherigen Beiträgen leben. Unvertretbar wären die nicht gedeckten Kosten, müsste eine eigene Klasse gebildet werden.

Kein Verständnis

Dem Entscheid des Kantons, für jeden Sportschüler in einer Regelklasse seien bloss noch 11 000 Franken zu bezahlen, begegnet die Oberstufe Mittelrheintal mit Unverständnis. Dies umso mehr, als die Verrechnungskosten musisch hochbegabter Schülerinnen und Schüler weiterhin bei 15 000 Franken liegen. Ivo Riedi sagt: Bei derzeit 22 Jugendlichen ergäbe sich ein Fehlbetrag von 165 000 Franken zulasten der OMR.

Beim Kanton interveniert

Die OMR hat beim Amt für Bildung gegen den Entscheid, den der Kanton im November fällte, interveniert. Im Amtsbericht bekundet die OMR ihr Bestreben, sportlich talentierten Jugendlichen auch in Zukunft eine «optimale Plattform zu bieten», damit sie ihre Fähigkeiten entfalten können. Schulrat, Schulleitung und der Administrator der Sportschule unternähmen weiterhin alles dafür – «aber nicht zu jedem Preis».

Sitzung mit Kölliker

Inzwischen ist eine Sitzung noch für diesen Monat angekündigt. Regierungsrat Stefan Kölliker selbst nehme teil, weiss Riedi. Auch der Schulgemeindeverband werde vertreten sein.

Der OMR-Präsident hofft auf eine Lösung, andernfalls wäre die Schliessung der Sport-Talentschule der «Worst Case». Natürlich gäbe es notfalls verschiedene Möglichkeiten, die Finanzierung zu sichern. Die Oberstufe Mittelrheintal könnte auf die Sportverbände zugehen, das Gespräch mit den anderen Schulgemeinden suchen oder Eltern zur Zahlung von Beiträgen verpflichten.

Sportschüler aus elf Gemeinden

Die ausserhalb des OMR-Gebiets lebenden Talentschüler kommen aus folgenden elf Gemeinden: Buchs (1), Kriessern (1), Altstätten (3), Lüchingen (1), Widnau (6), Diepoldsau (2), Rheineck (1), Thal (2), Staad (1), Rorschach (3) und Reute (1).

Fussball am beliebtesten

Die höchste Schülerzahl verzeichnet das Fach Fussball (9 Jugendliche), gleich viele Schülerinnen und Schüler spielen Hockey – entweder Unihockey (5) oder Eishockey (4). Es folgen Tennis (3) und Mountain Bike (3). Je ein Jugendlicher trainiert Ballett/Modern Dance, Eiskunstlauf und Leichtathletik.

Erfolgreiche Sportschüler

Im letzten Jahr konnten OMR-Sportler schöne sportliche Erfolge feiern. Stiven Thür erreichte bei den Europameisterschaften der U15 in Graz den 1. Gesamtrang; er ist somit Europameister. Zudem gewann er den Ostschweizer U15-Bikecup.

Die Balgacherin Yara Lutz sicherte sich beim Weltturnier der «Dance Star Competition» in Kroatien zwei Silbermedaillen (in den Kategorien «Acrobatic Dance Solo Junior» sowie «Lyrical Groups»).

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