Sport-Prominenz am Wifo

Am Rheintaler Wirtschaftsforum ist nicht nur die Wirtschaft prominent vertreten – auch den Sport zieht es ans Wifo. Im Januar sind unter anderen Carlos Lima, Matthias Hüppi sowie Ivo und Patrik Rüthemann dabei.

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Die Wifo-Gäste Ivo (links) und Patrik Rüthemann sind in Widnau aufgewachsen. (Bild: pd)

Die Wifo-Gäste Ivo (links) und Patrik Rüthemann sind in Widnau aufgewachsen. (Bild: pd)

Die als Eishockeyspieler bekannt gewordenen Widnauer sind im Krüzmäder-Quartier aufgewachsen. Ivo Rüthemann spricht von einer «tollen Zeit im Nachwuchs des SCR». Über viele Jahre mit den gleichen Kollegen – das schweisse zusammen. Bei den Junioren und in der ersten Mannschaft spielten Patrik und Ivo Rü­themann einige Jahre im selben Team. Als Ivo vom HC Davos zum SC Bern wechselte, liess er sich auch in Bern nieder und studierte an der Universität Betriebswirtschaftslehre. Sein Bruder Patrik kam über einen Kollegen aus Bankkreisen ebenfalls nach Bern, wo beide eine Privatbank gründeten. Nach seinem Rücktritt als Spitzensportler, nach 20 NLA-Saisons, 1072 NLA-Partien mit 311 Toren und 399 Assists, drei Olympia- sowie zwölf WM-Teilnahmen, trat auch Ivo als Kundenberater in die Privatbank ein.

Ohne Mut ging es nicht

Das nächste Wifo findet zum Thema «Pioniergeist – Mut – Risikobereitschaft» statt. Sind Risikobereitschaft und Mut in einer Bank überhaupt erwünscht? Risikobereitschaft und Mut seien eine Grundvoraussetzung für Unternehmertum, gibt Patrik Rüthemann an. Der Entscheid, eine Bank zu gründen, habe ganz sicher ein gewisses Mass an Mut erfordert. In der hochregulierten Finanzbranche seien die Eintrittsbarrieren besonders hoch. Als Gast am Wifo freut sich Patrik Rüthemann besonders auf das Referat von Joachim Gauck. Der Rheintaler bewundert den ehemaligen deutschen Bundesprä­sidenten, dessen Familiengeschichte von Erfahrungen mit totalitären Regimes geprägt sei, für seinen Mut, sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen.

Disziplin und Durchhaltewillen

Ein weiterer prominenter ehemaliger Sportler am Wifo ist Carlos Lima. Während seiner langjährigen Karriere als Handballspieler hat Carlos Lima Meisterschaftstitel in der Schweiz und in Spanien gewonnen, nahm mehrfach an Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen teil. Auch als Leichtathlet errang Lima im Dreisprung nationale und internationale Titel. Heute ist er in der Schweiz als Trainer tätig. Seine bisherigen Trainerstationen waren GC Zürich, GC Ami­citia Zürich und BSV Stans. Aktuell ist Carlos Lima für den Ver­- ein Spono Eagles (Nottwil) tätig. Vom Spitzensport, so Carlos Li­ma, habe er vor allem Disziplin, Durchhaltewillen und Teamfähigkeit mit in seine heutige Un­ternehmertätigkeit genommen. Lima ist Mitinhaber einer Media-Agentur.

Sprung ins kalte Wasser gewagt

Auf das Thema des Wifo 2019 angesprochen, meint Lima, dass er ohne Mut und Risikobereitschaft den Sprung ins Ausland, wo niemand auf einen Schweizer Spieler gewartet habe, nicht gewagt hätte. Auch der Weg nach Spanien bedurfte in gewisser Weise Pioniergeist, sagt Lima. Er sei dort der erste Schweizer Handballspieler überhaupt gewesen. Ohne Mut und Risikobereitschaft könne man im Spitzensport keine Erfolge erzielen, ist Carlos Lima überzeugt. Als Innerschweizer, der noch nie an einem Wifo war, freue es ihn besonders, daran teilzunehmen. Er lasse sich sehr gern vom Programm überraschen und freue sich auf viele spannende neue Leute und Gespräche.

Ein weiterer prominenter Sportgast wird Matthias Hüppi, Präsident FC St. Gallen, sein. Er war bereits dieses Jahr am Rheintaler Wirtschaftsforum und schätzt nach eignem Bekunden die Begegnung mit Ostschweizer Wirtschaftsvertretern. (pd)