Spitzenleistungen auf Top-Niveau

VADUZ. Das 15. Wirtschaftsforum Liechtenstein geht am 12. November dem Thema Motivation als Leistungsfaktor auf den Grund. Drei namhafte Referenten aus der Wirtschaft, der Justiz und dem Sport treten auf: Philipp Gaydoul, Carla Del Ponte und Bernhard Heusler.

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VADUZ. Das 15. Wirtschaftsforum Liechtenstein geht am 12. November dem Thema Motivation als Leistungsfaktor auf den Grund. Drei namhafte Referenten aus der Wirtschaft, der Justiz und dem Sport treten auf: Philipp Gaydoul, Carla Del Ponte und Bernhard Heusler.

Jeder kennt das Problem. An manchen Tagen geht nichts mehr. Die Motivation am Boden, man ist unfähig, eine normale Leistung abzurufen. Passiert das während der Arbeit, hat das direkte Folgen auf den Unternehmenserfolg. Und das nicht zu knapp: Wie Modellrechnungen des US-Beratungsunternehmens Gallup ergaben, kosteten alleine die durch Unlust entstandenen Fehltage die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2012 über 18 Milliarden Euro. Rechnet man die nutzlose Zeit durch fehlende Mitarbeit mit ein, kommen pro Jahr sogar annähernd 140 Milliarden Euro durch fehlendes Engagement für deutsche Unternehmen zusammen. Wie aber schafft man es, sich selbst und die Mitarbeiter tagtäglich so zu motivieren, dass sie immer Höchstleistungen erbringen? Das diesjährige Wirtschaftsforum in Vaduz widmet sich der Frage «Spitzenleistungen auf Topniveau – sind wir noch hungrig genug?».

Eine bewegte Karriere

Drei erfolgreiche Referenten aus dem Sport, der Justiz und der Wirtschaft geben Auskunft, wie sie es schaffen, sich und ihr Umfeld stets von Neuem zu motivieren, um erfolgreich zu bleiben. Den Anfang macht Bernhard Heusler, der studierte Wirtschaftsanwalt und Präsident des FC Basel. Der zurzeit erfolgreichste Schweizer Fussballclub beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und generiert jährlich 80 bis 100 Millionen Franken Umsatz. Gemessen an seinem Wirtschaftsnutzen ist das Stadion St. Jakob, wo der FC Basel seine Heimspiele austrägt, ein kleines.

Mit ihrer Jagd nach Kriegsverbrechern war Carla Del Ponte, die ehemalige Bundesanwältin und Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für Kriegsverbrechen, permanent hohem Druck ausgesetzt. Einmal entging sie nur knapp einem Sprengstoffanschlag. Auch heute noch setzt sich die mittlerweile 68-Jährige für die Menschenrechte in Syrien ein – auch vor Ort. In ihrem Referat wird Del Ponte den Besuchern des Wirtschaftsforums interessante Einblicke in ihre bewegte Karriere gewähren.

Eine seltene Gelegenheit

Gespannt dürfen die diesjährigen Gäste auch auf die Ausführungen von Philippe Gaydoul sein. Der Chef der Gaydoul-Gruppe tritt nur äusserst selten in der Öffentlichkeit auf. Doch am Wirtschaftsforum wird er sich in einem 1:1-Wirtschaftstalk auch kritischen Fragen stellen. Bekannt wurde Gaydoul durch den Verkauf des Schweizer Detailhändlers Denner an die Migros. Gaydoul arbeitete sich vom Denner-Praktikanten zum Geschäftsführer hoch. Als Denner-Chef gelang es ihm, den Umsatz zu verdreifachen. Noch heute gilt er als Schweizer Topunternehmer und umsichtiger Geschäftsmann.

Auszeichnung «Lebenswerk»

Erstmals in der Geschichte des Forums wird heuer eine starke Persönlichkeit aus der Region mit dem «Lebenswerk» ausgezeichnet. Dies als Ausdruck der Anerkennung für die erbrachte Wirtschaftsleistung. In einem langen Prozess hat eine vierköpfige Jury, bestehend aus Leistungsträgern der hiesigen Wirtschaft, eine Wahl getroffen. Wer mit dem Preis geehrt wird, erfahren die Besucher des Forums exklusiv. (pd)