Spitalplanung wurde von den Grünliberalen Rheintal breit diskutiert

Die Rheintaler Grünliberalen haben an ihrer Hauptversammlung auch die Kantonsratskandidaten nominiert.

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Die nominierten Kantonsratskandidaten der Grünliberalen Rheintal (v.l.): Ramon Waser, Heerbrugg; Markus Kessler, Montlingen; Manuel Waser, Heerbrugg; Gian Marco Hutter, Ruth Adler, beide Altstätten; Ivo Silvestri, Lüchingen; Carola Espanhol (parteiunabhänig), Au; Bea Schaefer, Widnau; Ruedi Mattle (parteiunabhänig), Altstätten; Sabine Greiser, Marbach; Adrian Baumgartner, Kriessern; Philipp Jenny, Altstätten.

Die nominierten Kantonsratskandidaten der Grünliberalen Rheintal (v.l.): Ramon Waser, Heerbrugg; Markus Kessler, Montlingen; Manuel Waser, Heerbrugg; Gian Marco Hutter, Ruth Adler, beide Altstätten; Ivo Silvestri, Lüchingen; Carola Espanhol (parteiunabhänig), Au; Bea Schaefer, Widnau; Ruedi Mattle (parteiunabhänig), Altstätten; Sabine Greiser, Marbach; Adrian Baumgartner, Kriessern; Philipp Jenny, Altstätten.

Bild: pd

Der Vorstand der Grünliberalen Rheintal hat beschlossen, auch parteiunabhängige Kandidaten, die auf der Linie der GLP sind, auf die Liste der GLP aufzunehmen.

Bea Schaefer aus Widnau führte speditiv durch die ordentlichen Traktanden. Jahres-, Kassa- und Revisionsbericht wurden von den stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig gutgeheissen. Im letzten Traktandum, durch welches der Listenverantwortliche Benno B.A. Stadler aus Rebstein führte, stellten sich die vom Vorstand portieren Kandidaten kurz vor. Die Parteimitglieder konnten sich so auch von den anwesenden parteiunabhängigen Kandidaten Ruedi Mattle (Stadtpräsident von Altstätten und Präsident der Spitalkonferenz der St.Galler Gemeinden) sowie Carola Espanhol (Gemeinderätin Au und Mitglied Fachgruppe Siedlung und Landschaft VSGR) ein Bild machen.

Für die GLP ist die aktuelle Diskussion ein Déja-vu

Die Versammlung stimmte allen Anträgen und Nominationen des Vorstandes zu. Unter Varia erläuterte Margrit Kessler, Alt-Nationalrätin der Grünliberalen, die Vernehmlassungsantwort der GLP zur Spitalplanung des Kanton St.Gallen.

Für die Grünliberalen ist die aktuelle Spitaldiskussion ein Déjà-vu und eine Bestätigung ihrer Abstimmungsparolen zur Spitalplanung Quadriga von 2014. Die Grünliberalen hatten damals die Quadriga-Strategie als unbezahlbar und unrealistisch zurückgewiesen und im Gegenzug eine massive Verbesserung der Spital- und Gesundheitsversorgung im wirtschaftlich starken Rheintal gefordert. Erst die teuer eingekauften Expertisen von Dritten brachte das Gesundheitsdepartement zur Einsicht, dass es mit der Spitalplanung auf den Holzweg ist und setzte hierauf zum Kahlschlag bei den Regionalspitälern an. Für die Grünliberalen ist es klar, dass sie sich für den Erhalt der Regionalspitäler einsetzen wollen und müssen. Dabei sind alternative Geschäftsmodelle (Altersmedizin, Suchthilfe, Rehabilitation, Palliativpflege, Übergangspflege, Psychosomatik und Ferienbetten für Schwerbehinderte zur Entlastung von Angehörigen) für die Spitalstandorte zu prüfen, um die Finanzierung der Regionalspitäler zu sichern.

Die gesundheitliche Basisversorgung mit einem qualitativ hochwertigen 24h-Notfalldienst ist ein sehr wichtiger Faktor für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Rheintal. Ruedi Mattle ergänzte informativ aus seiner Sicht als Präsident der Spitalkonferenz der St.Galler Gemeinden. Er erwähnte den Zusammenhang von Spitalbetrieb und dem Rekrutieren neuer Hausärzte.

Regionalspitäler: Vorschläge kaum geprüft

Als besonders stossend erachtet Ruedi Mattle, dass die Regierung entgegen ihrer Zusage die realistischen Lösungsvorschläge der Standortgemeinden über einen Kamm scherte und lediglich sehr oberflächlich prüfte. Die nun von der Regierung vorgeschlagenen standardisierten Gesundheits- und Notfallzentren GNZ seien weder zielführend noch wirtschaftlich überlebensfähig.

Bei Spitalplanung zusammenarbeiten

Philipp Jenny (Kinderarzt und Vizepräsident der Schweizer Gesellschaft für Kinderheilkunde) gab zu bedenken, dass die Gesundheitskosten massiv gesenkt werden könnten, wenn die Ostschweizer Kantonsregierungen die Kantonsspitäler nicht mehr als Prestigeobjekte betrachteten, sondern bei der Spitalplanung endlich über die Kantonsgrenzen und im Falle des Fürstentum Lichtenstein, auch über die Landesgrenzen hinaus zusammenarbeiten würden. (pd)