Spital versprochen und initiiert

Der Film «Das Versprechen – der lange Atem des Stephan Holderegger» hat am Samstag, 20. September, um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Amtacker in Marbach Premiere. Holderegger ist Initiant des Rhein-Valley-Hospitals in Kenia.

Drucken
Teilen
Der lungentransplantierte Stephan Holderegger bei einer Kilimandscharo-Expedition. (Bild: Robert Hangartner)

Der lungentransplantierte Stephan Holderegger bei einer Kilimandscharo-Expedition. (Bild: Robert Hangartner)

MARBACH. Seit seiner Geburt 1947 leidet Stephan Holderegger an Cystischer Fibrose (Mukoviszidose). Die chronisch verlaufende Krankheit ist unheilbar. Stets lebte der Rheintaler mit immensen Einschränkungen. Im Jahr 1999 war die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass sein Leben nur durch die Transplantation beider Lungenflügel gerettet werden konnte.

Dank fürs Überleben

Fünfzehn Jahre später ist Stephan Holderegger 65 Jahre alt und weltweit der einzige Mensch mit Cystischer Fibrose, der so lange mit einer Spenderlunge überlebt hat. Am Tag vor der Transplantation legte er ein Versprechen ab: «Wenn ich das überlebe, werde ich den armen Menschen in Afrika ein Krankenhaus bauen.» Stephan Holderegger hielt das Versprechen und engagiert sich seither mit grosser Leidenschaft für das Spital. Der Dokumentarfilm zeigt, wie aus dem Versprechen Realität wurde und wie der noch immer kranke Mann bis an seine Grenzen geht, um den Spitalbetrieb – seit mehr als zehn Jahren – aufrechtzuerhalten.

Der Wille ist stark genug

Lawrence F. D. Carls realisierte schon mehrere Filme über Entwicklungshilfe in Afrika. Die Filmarbeiten veränderten sein Weltbild – immer wieder sah er, wie einzelne Menschen Verantwortung übernahmen und tatkräftig für Veränderungen eintraten. Den Drehbuchautor und Regisseur des Dokumentarfilms beeindruckte an Stephan Holderegger der Charakterzug. Lawrence Carls erlebte hautnah, wie sehr Holderegger unter seiner gesundheitlichen Einschränkung litt, trotzdem nie aufgab und sich nach wie vor unermüdlich für das Rhein-Valley-Hospital einsetzt. Wo stärkere und vor allem gesündere Menschen aufgäben, macht er weiter: Stephan Holderegger bestieg zum Beispiel den Kilimandscharo und erreichte an mehreren Marathonläufen das Ziel.

Mit dem Dokumentarfilm, der am 20. September Premiere feiert, will Lawrence Carls zeigen, was ein Mensch zu leisten vermag – wenn allein der Wille stark genug ist. Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten, dass es der Menschheit besser geht.

Lebenswerk in Bild und Ton

Die St. Galler Filmproduktionsfirma Swissfilm GmbH engagiert sich seit Jahren für die mediale Aufmerksamkeit des Rhein-Valley-Hospitals, das von einem Rheintaler Verein getragen und betrieben wird. Es entstand ein umfassendes Filmarchiv über Stephan Holderegger und seine Arbeit, ergänzt von regionalen Filmemachern. Als Produzent zeichnet Benjamin Pipa verantwortlich. Er besuchte mehrfach das Spital in Kenia. Für ihn war es Zeit, den unermüdlichen Einsatz von Stephan Holderegger und sein Lebenswerk in einem Dokumentarfilm aufzuarbeiten. Mehr als zwei Jahre arbeitete die Swissfilm GmbH an Konzept und Film. «Das Versprechen – der lange Atem von Stephan Holderegger» wird in zwei Versionen produziert: An der Premiere wird die fünfzigminütige TV-Version gezeigt. Ein Start in Schweizer Kinos wird zurzeit geprüft, mit einer geplanten Länge von neunzig Minuten.

Premiere «Das Versprechen – der lange Atem des Stephan Holderegger»: Samstag, 20. September, in der Mehrzweckhalle Amtacker in Marbach. Um 17 Uhr offeriert die Produktionsfirma einen Apéro, Filmstart ist um 18 Uhr. Der Protagonist Stephan Holderegger wird anwesend sein. Auf der Webseite www.das- versprechen.ch können weitere Informationen zum Dokumentarfilm abgerufen werden. (pd)

Aktuelle Nachrichten