Spielplatz für mehr Bewegung

BERNECK. Gestern ist im Schulhaus Stäpfli in Berneck der neue Robinson-Spielplatz offiziell übergeben worden. Mit einem heftigen Applaus bedankten sich die Kinder bei Time-out-Lehrer Rochus Federer und seinen Schülern, die den Platz gestaltet hatten.

Larissa Binder
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Haben den Spielplatz errichtet: Sozialpädagoge Rochus Federer mit Stefan, Sulejman und Dragan (v.l.) (Bild: Larissa Binder)

Haben den Spielplatz errichtet: Sozialpädagoge Rochus Federer mit Stefan, Sulejman und Dragan (v.l.) (Bild: Larissa Binder)

Die Schüler aus dem Schulhaus Stäpfli sammelten sich in der Znünipause auf dem neuen Spielplatz. Alle zusammen sangen als Willkomm das Lied «Wir sind Kinder einer Erde». Auf die Frage der Schulratspräsidentin Stephanie Hug, ob ihnen der Spielplatz gefalle, antworteten die Kinder mit einem lauten Ja.

Fleissige Fronarbeiter

Stephanie Hug erklärte den Kindern, wer diese Spielgeräte aufgestellt hatte.

Der Sozialpädagoge Rochus Federer hatte mit seiner Time-out-Klasse der Oberstufe Mittelrheintal den Platz gestaltet. Stephanie Hug erläuterte, dass die Time-out-Schüler mit ihrem Lehrer zusammen alles selber geplant und konstruiert hatten. «Die Schüler haben alles im Frondienst errichtet, das heisst, das wochenlange Arbeit auf dem Spielplatz haben sie sozusagen gratis gemacht», sagte Hug.

«Das Projekt erforderte ein vernetztes Arbeiten der Schüler aus der Time-out-Klasse: Sie erstellten Baupläne, berechneten Volumen und machten die Abrechnung zum Schluss. Hinter diesem Spielplatz steckt also nicht nur körperliche Anstrengung», meinte Rochus Federer. Der Erlebnisparcours wurde von insgesamt sechs Leuten aufgestellt, was für jeden von ihnen eine Menge Arbeit bedeutete. «Es dauerte schon einige Dutzend Stunden, bis alles stand», sagte Federer.

Bei der Übergabe wurden die Jugendlichen heftig beklatscht und für ihre geleistete Arbeit gelobt. Die Schüler sangen für sie zusammen mit ihren Lehrern das Lied «Danke für diesen guten Morgen».

Die Begeisterung der Kinder zeigte sich bereits während der Bauarbeiten. Kaum stand der Geschicklichkeitsparcours, schon turnten Kinder darauf herum.

Bewegung in der Schule

Der Spielplatz biete Kindern optimale Voraussetzungen, um sich auszutoben, stellte Hug fest. «Das Ziel war es, dass sich die Kinder in der Pause bewegen können. Die Anlage ist perfekt, um seine Geschicklichkeit zu testen und den Abenteuergeist in den Kindern zu wecken. Also exakt das, was Kinder zur Bewegung animiert.» Mit der offiziellen Übergabe der Anlage an die Kinder können die Schüler vom Stäpfli nun während der Pause auf dem Erlebnisparcours herumtollen.

Der Spielplatz sollte auch so natürlich wie möglich aufgebaut werden: Das Holz kam aus den Rebbergen in der Nähe und musste aufgrund seiner natürlichen Herkunft nicht wie viele andere Materialien zur Abhärtung gegen den Regen mit Giftstoffen oder ähnlichem behandelt werden.

Optimale Lösung

Vor zwei Jahren stellte die Schulleitung fest, dass das ehemalige Biotop im Schulhaus Stäpfli völlig verwildert war.

«Der Platz wurde kaum mehr benutzt, und es stellte sich die Frage, was man da machen könne», erklärt Hug. Die Idee, einen Robinson-Spielplatz zu errichten, schien auch die ideale Lösung, um die Kinder in der Pause zu beschäftigen, und man begann sofort mit der Planung. Die Idee wurde dann zum Projekt für die Time-out-Klasse der Oberstufe Mittelrheintal. Die Kinder beleben den früher völlig verwilderten Platz wieder.