Spiegelbild der letzten Zeit

Statt die Partie früh zu entscheiden, wurde Heiden in Staad mit zwei Standard-Situationen 2:1 besiegt.

Merken
Drucken
Teilen

FUSSBALL. «Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.» Dieser Satz des ehemaligen Bundesliga-Profis Jürgen Wegmann passte an diesem Samstag zum Auftritt des FC Heiden. Wer die Tore nicht macht …

Top Chancen vergeben

Gewillt, die Negativerlebnisse der vergangenen Partien vergessen zu machen, ging die Mannschaft von Elef Mistridis in Staad ans Werk. Auf dem schwer bespielbaren Terrain waren es dann auch die Gäste, die die Startphase bestimmten, einzig und allein mit dem Tore schiessen bekundeten die Vorderländer Mühe. Sowohl Topskorer Fabrizio Verona und auch zweimal Lukas Alder sündigten im Abschluss kläglich, was sich anschliessend prompt rächte. Nach einem abgeblockten Freistoss glückte Jan Moser mit einer herrlichen Direktabnahme aus gut 20 Metern der Führungstreffer für das Heimteam. Bis auf einen abgefälschten Alder-Schuss, den Weishaupt im Staader-Tor in extremis parieren konnte, kam auf beiden Seiten kaum mehr Gefahr auf.

Nur ein Zwischenhoch

In der zweiten Halbzeit machten die beiden Teams da weiter, wo sie nach dem ersten Durchgang aufgehört hatten. Doch sowohl den Staader wie auch den Häädler Angreifern fehlte die Durchschlagskraft, ernsthafte Torgefahr entstehen zu lassen. Es lief bereits die 66. Minute, als Geiger Fabrizio Verona mit einem präzisen Steilpass lancierte. Aus spitzem Winkel gelang Verona der langersehnte Ausgleichstreffer. Beflügelt von diesem Torerfolg verstärkten die Gäste nun ihre Offensivbemühungen. Die Staader fuhren derweil gefährliche Konter.

Staader Sieg nicht unverdient

In der 74. Minute bekam das Heimteam erneut einen Freistoss zugesprochen. Den Flankenball konnte Torhüter Blatter nur bis zu Moser abwehren, und erneut brachte dieser seine Farben in Führung – dieses Mal überlistete er Blatter mit einem herrlichen Lupfer von der Strafraumgrenze. In der letzten Viertelstunde warf die Mistridis-Elf nochmals alles nach vorne, die langen Bälle bereiteten der Staader Defensive jedoch keine grossen Probleme. Falls man dann doch mal eine Lücke fand, war es meist der souveräne Staader Schlussmann Weishaupt, der den letztlich nicht unverdienten Sieg der Staader rettete.

Mit dieser weiteren Niederlage endete die Vorrunde, die aus Sicht der Häädler so verheissungsvoll begann. Es gilt nun, die Lehren aus den vergangenen Partien zu ziehen und sich bestmöglich auf die Rückrunde vorzubereiten. Ziel sollte nun sein, eine solide zweite Saisonhälfte zu spielen. Das Wort «Aufstieg» haben die Häädler bis auf Weiteres aus ihrem Wortschatz gestrichen. (L. A.)

4. LIGA, GRUPPE 3 Staad II – Heiden 2:1 (1:0) Sportplatz Bützel – 30 Zuschauer Tore: 21. Jan Moser 1:0, 66. Fabrizio Verona 1:1, 74. Jan Moser 2:1. Staad II: Weishaupt – Altiner, Eberle, Lang, Büchel – Ackermann, Hauser, Moser, Künzle – Cajochen, Büchi. Heiden: Blatter – Ulmann, Lopes, Marano – Frauenknecht, Niederer – Michel Verona, Bischoff, Wild – Alder, Fabrizio Verona Bemerkungen: Ersatz FC Heiden: Geiger, Misimi, Fürer.