Spezielles Orgel-plus-Konzert

RHEINECK. Am 14. Januar, Konzertbeginn 20 Uhr, eröffnet die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) das neue Jahr mit ihrem Orgel-plus-Konzert in der evangelischen Kirche in Rheineck.

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Willi Forster (Bilder: pd)

Willi Forster (Bilder: pd)

Diesmal werden der Percussionist Willi Forster und der Organist Christoph Wartenweiler mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und dem Zeitgenossen Bernhard Krol zu hören sein. Die ungewohnten Klangkombinationen von Xylophon, Vibraphon und Orgel werden die Zuhörerschaft genauso in ihren Bann zu ziehen vermögen, wie sie die Meisterschaft der beiden kongenialen Musiker beeindrucken dürfte.

Die Künstler …

Willi Forster studierte im Hauptfach Schlagzeug am Konservatorium von Winterthur. Darauf folgten weitere Studien an der Hochschule für Musik in Trossingen (BRD). Nach Abschluss seines Studiums wurde Willi Forster erster Schlagzeuger und stellvertretender Solo-Pauker im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (SDR). Heute ist Willi Forster Dozent für Pädagogik und Didaktik an der Hochschule der Künste in Bern und ständiger Zuzüger im Orchester der Oper Zürich und im Tonhalle-Orchester Zürich.

Christoph Wartenweiler studierte am Konservatorium Winterthur, an der Universität Zürich und an der Musikhochschule Wien bei Anton Heiller. Nach der Reifeprüfung «mit Auszeichnung» im Orgel-Konzert-Fach folgte eine Weiterbildung bei Gustav Leonhardt in Amsterdam. Wartenweiler war Organist und Kantor an der evangelischen Stadtkirche in Frauenfeld und lehrte an der Musikakademie St. Gallen. Er ist Preisträger internationaler wie nationaler Wettbewerbe und konzertiert im In- und Ausland.

… und ihr Programm

Eine ungewohnte Kombination von Instrumenten. Als Instrumente bringt der Percussionist Willi Forster ein Xylophon und ein Vibraphon mit, das erste – ursprünglich ein mittelalterliches Instrument – mit unterschiedlich langen Klangstäben aus Holz. Beim zweiten sind sie aus Metall. Das Vibraphon hat seinen Ursprung in Afrika und Lateinamerika des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dieses Instrument inspirierte den zeitgenössischen Komponisten Bernhard Krol (1920 – 2013), der einen grossen Teil seines künstlerischen Schaffens in den Dienst der Kirchenmusik gestellt hat. Zur Originalkomposition «Und es erschien ihm» gehören vier Visionen für Vibraphon und Orgel über die biblischen Figuren Jakob, Nebukadnezar, Paulus und Josef. Die übrigen Percussionsstücke mit Orgel sind arrangiert, lassen aber den festlichen Charakter der barocken Werke von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) und Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) auch in neuer Klangkombination nicht vermissen. Dazwischen spielt der Organist Christoph Wartenweiler die berühmten drei Werke für ein mechanisches Orgelwerk von W. A. Mozart (1756 – 1791); herrliche Musik, die der verarmte Komponist in seinem letzten Lebensjahr geschrieben hat. Dem Orgel-plus-Konzert ist hoffentlich eine grosse Zuhörerschaft beschieden. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. (pd)

Christoph Wartenweiler

Christoph Wartenweiler