Spende für Rhyboot

Bei diesem Stichwort geht es um die Schreinermeister und ein bisschen um mich selbst. Ich habe nämlich für die Schreinermeister moderiert und sie gebeten, meine Gage einer wohltätigen Institution zukommen zu lassen. Ich sagte (zugegeben, unverbindlich): «Zum Beispiel dem Rhyboot».

Gert Bruderer
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Bei diesem Stichwort geht es um die Schreinermeister und ein bisschen um mich selbst. Ich habe nämlich für die Schreinermeister moderiert und sie gebeten, meine Gage einer wohltätigen Institution zukommen zu lassen. Ich sagte (zugegeben, unverbindlich): «Zum Beispiel dem Rhyboot».

Also schickten sich die Schreinermeister an, das Geld dem Rhyboot zu überweisen. Doch sie änderten den Plan zugunsten einer anderen Institution, weil Rhyboot Baumeisterarbeiten und einen Fensterauftrag (begründet und vorschriftsgemäss) auswärts vergab (siehe Zeitung vom 11. Juni).

Wir wissen ja: Eine Hand wäscht die andere. (Warum auch nicht!) Aber umgekehrt? Verzichtet A darauf, die Hand von B zu waschen, wäscht dann B auch nicht die Hand von A?

So beginnen unliebsame Kettenreaktionen. Nach der gleichen Logik könnte ich mir sagen: Schreinermeister, die sich (ausserhalb der Kundenbeziehung) nicht in meinem Sinn verhalten, werde ich nicht mehr berücksichtigen. Wäre das richtig?

Gewiss, das Geschäftsleben ist hart. Gerade deshalb würde etwas mehr Gelassenheit nicht schaden.

gert.bruderer@rheintalmedien.ch