Spektakel und Verletzungen

FC STAAD. Staad liegt zur Halbzeit mit acht Punkten Rückstand auf dem sechsten Platz.

Remo Zollinger
Drucken
Teilen

Betrachtet man die Fakten, ist die Hinrunde als enttäuschend zu bezeichnen. Das Team von Adrian Rüst liegt deutlich hinter der Tabellenspitze und verlor einen Drittel seiner Spiele. Nur einmal gelang es, zwei Siege aneinanderzureihen.

«Wir sind eigentlich gar nicht so unkonstant», wehrt sich Trainer Adrian Rüst gegen die Feststellung, dass die Konstanz eine Schwäche seines Teams sei. Den Grund dafür sieht Rüst mitunter stark im Fehlen von Leistungsträger Boris Zivaljevic. «Er konnte nur drei Spiele bestreiten. Wir haben dabei sieben Punkte geholt und zehn Tore erzielt. Anschliessend war er verletzt und musste operiert werden. Ohne ihn haben wir nicht ganz das Niveau eines Spitzenteams», analysiert Rüst, der dann anfügt: «Aufgrund der Umstände bin ich einigermassen zufrieden.» Mit den Umständen meint er das Verletzungspech, von dem Staad verfolgt war. Drei Spieler mussten operiert werden.

«Refs müssten zu dritt sein»

Ein weiterer Faktor für den sprunghaften Saisonverlauf Staads sieht Rüst in den Unparteiischen. «Meine Ansicht ist, dass die Spielleiter in der 3. Liga allein überfordert sind», geht er mit ihnen hart ins Gericht, um kurz darauf zu relativieren: «Die Schiedsrichter selbst können vermutlich am wenigsten etwas dafür. Sie müssten auch bei uns im Dreierteam antreten.» Fehler von den Unparteiischen gab es einige, wobei es sich in diesem Herbst nicht wie üblich ausgeglichen habe. So spricht Rüst von zwei Penalties, die Staad nicht bekam und drei Gegentoren, die klar abseits gewesen seien: «Selbst die Gegner sind jeweils zuerst staunend stehen geblieben!»

Offensive Philosophie

Analysiert man die Staader Partien, so fällt auf, dass stets zahlreiche Tore fallen. Staad ist ein Spektakel-Garant: «Wir spielen nie nur mit einem Stürmer – oft sogar mit dreien. Das geht halt manchmal auf Kosten der Defensive. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass man mehr Tore als der Gegner schiesst», erklärt Rüst sein Spielsystem.

Dieses führt dazu, dass mit Skenderovic, Haxhijaj, Zivaljevic, Ruzic, Jotovic, Hodzic und Bucheli sieben Akteure drei oder mehr Tore erzielt haben. Letzterem windet Rüst ein zusätzliches Kränzchen: «Die 17-jährigen Bucheli und Krämer haben auf dem Flügel jedes Spiel von Beginn an weg gespielt und immer gute Leistungen gezeigt.»

Das Einbauen von jungen Spielern gehört seit Jahren zu den Eigenschaften des Staader Fanionteams. So will Rüst auch in der Rückrunde Junioren in die Mannschaft einbauen.

Daneben betont er, an der Zielsetzung nichts zu verändern: «Wir möchten – wie zu Beginn der Saison – nach wie vor unter die ersten drei kommen. Das ist sicher möglich», sagt der Trainer. Dann fügt er noch ein Detail an: «Zudem wäre es natürlich schön, das beste Rheintaler Team in der Gruppe zu stellen.»

Aktuelle Nachrichten