Spektakel-Remis im Bützel

Trotz frühem Rückstand kehren die Staader Frauen die Partie gegen Lugano und erreichen ein 3:3 (0:3).

Christian Wenger
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FUSSBALL. Ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften sah die gute Hundertschaft an Zuschauern trotz durchwachsener Witterung im Bützel. Als bereits tief in der Nachspielzeit das Heimteam einem Rückstand hinterher lief, hämmerte Rebekka Thoma die Kugel in die Maschen.

Früher Rückstand

Es war ein klassischer Fehlstart in die Partie. Die Matchuhr hatte noch keine zwei Zeigerumdrehungen geschafft, schon führten die Tessinerinnen 1:0. Valentina Bergamaschi traf mittels Distanzschuss. Es sollte ein früher Weckruf für die Staaderinnen sein, trotzdem fanden sie nicht wie gewünscht Zugriff zum Spiel. Die Bemühungen waren zwar vorhanden, doch es sollte vorerst nicht sein. Erneut war es Bergamaschi, die nach einer halben Stunde und zehn Minuten später gleich noch einmal den Vorsprung für ihre Farben ausbauen konnte.

Ein komplett anderes Spiel

Trainerin Sissy Raith muss deutliche Worte gefunden haben in der Pause, jedenfalls waren es die richtigen. Mit deutlich mehr Präsenz und Aggressivität kamen die Seemädchen zurück aufs Feld. Nur die allergrössten Optimisten dachten noch an einen positiven Ausgang. Die Spielerinnen gehörten offensichtlich dazu. Jasmine Kirchmann traf nach einer knappen Stunde zum 1:3 – bloss zur Ergebniskosmetik? Mitnichten! Die Ostschweizerinnen powerten weiter und scheiterten zweimal nur ganz knapp. In Minute sechzig gelang Rafaela Bisquolm das 2:3 – die Spannung war definitiv zurück und noch war genügend Zeit, um auszugleichen. Doch irgendwie wollte danach weniger gelingen. Bis in die Nachspielzeit, dann kam Rebekka Thoma. Sissy Raith meinte nach dem Spiel: «Wir sind heute eindeutig die moralischen Sieger!»

Am kommenden Samstag reisen die Staaderinnen zum FC Neunkirch. Spielbeginn ist um 19:15 Uhr.