Spass an Trödel und Kuriositäten

Schon zum dritten Mal veranstaltete der Einwohnerverein am Samstag an der Alten Landstrasse einen Trödlermarkt, der bei Sammlern und Händlern bereits einen guten Namen hat.

Maja Seiler
Merken
Drucken
Teilen
Das Stöbern und Feilschen gehört zum Flohmarkt. (Bilder: Maya Seiler)

Das Stöbern und Feilschen gehört zum Flohmarkt. (Bilder: Maya Seiler)

REBSTEIN. Zwischen Sonnenbräu und Restaurant Rebstock glaubte man sich eher in einem italienischen Ferienort als im Rheintal. Die etwa 50 Stände des Trödlermarktes versetzten mit den Festwirtschaften, Musik, kalten Getränken und Softeis in Ferienstimmung. Auch ein kleines Karussell fehlte nicht. Die Besucher flanierten zwischen den Ständen; die Sitzgelegenheiten am Schatten waren gut besetzt. Sammler auf der Suche nach der unerkannten Rarität waren natürlich schon um neun Uhr bei Markteröffnung vor Ort, um die eben erst ausgepackten Gegenstände fachkundig zu mustern. Gegen Mittag waren es dann eher Kundinnen und Kunden, die irgendeinen Alltagsgegenstand, ein fehlendes Glas oder einen Ersatz für den zerbrochenen Teller von Grossmutters Service suchten.

Familien mit Kindern stöberten in den Auslagen mit gebrauchten Spielsachen oder probierten ein Paar Inline-Skates an. Modisch interessierte Besucherinnen musterten die ausgehängten Secondhand-Kleider oder den Modeschmuck. Männer wühlten in Kisten mit Werkzeug-Kleinteilen oder blätterten in Markenalben. Kunsthandwerk und Kulinarisches wechselten mit Flohmarkt-Ständen. Viele Auslagen waren Stillleben kurioser Dinge: Da hingen ein Paar Schlittschuhe aus Omas Zeiten, daneben Kuhglocken und Rahmgebsen. Es gab einen ganzen Tisch mit Sparkässeli, wie die Banken sie früher ihren jüngsten Kunden schenkten.

Wenn man auf der Suche war nach Kerzen in Form von Gartenzwergen, nach einem Spulen-Tonbandgerät oder einem ausgestopften Wildschwein-Frischling, wurde man fündig. Auch wer nichts kaufte, hatte seinen Spass am überraschenden Sammelsurium.

Auf Festbänken und Gartensesseln genossen die Besucher die Livemusik von Manuela Oesch oder Elvis-Imitator Stefan Gschwend: Die Idee des Einwohnervereins, den Trödlermarkt als Ort der Begegnung zu inszenieren, traf ins Schwarze.