Später Lohn für starke Leistung

Rebstein landet beim 2:1 gegen Vaduz U23 seinen zweiten Sieg in Folge. Damit belohnte sich die Giger-Elf für eine starke Leistung und ein Chancenplus.

Remo Zollinger
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Dominik Eugster: Vor einer Woche erzielte er zwei Tore, gestern gab er den entscheidenden Assist. (Bild: Archiv/mäx)

Dominik Eugster: Vor einer Woche erzielte er zwei Tore, gestern gab er den entscheidenden Assist. (Bild: Archiv/mäx)

FUSSBALL. Das Siegtor hätte früher als erst in der 88. Minute fallen müssen, besass der FCR doch zahlreiche beste Chancen, die er teils gar fahrlässig unverwertet liess. Vaduz war ebenfalls hier und da gefährlich; es war bei Sommerhitze eine attraktive, abwechslungsreiche Partie mit vielen Tormöglichkeiten.

Der Sieg musste zwar hart erarbeitet und vor allem erdauert werden, geht angesichts der Leistung und der Torchancen aber absolut in Ordnung.

Nur zwei Minuten waren verstrichen, da tauchte Köppel bereits gefährlich vor Baldinger auf, sein Abschluss wurde aber abgeblockt. Wieder zwei Minuten später wurde es nach einem Eckstoss gefährlich. Rebstein wirkte motiviert, liess den Gegner vorerst nicht zu Chancen kommen. Nach einer Viertelstunde fand Vaduz dann aber gleich vier Chancen in einer Minute vor: Ospelt, Mutapcija und Wunderli vergaben, es gab Eckball. Und in Folge war es Mutapcija, der aus kürzester Distanz nicht treffen konnte.

Rebstein spielt, Vaduz trifft

Nach diesem Schock nahm Rebstein das Heft wieder in die Hand, wirkte sicher und zielstrebig. Die nächsten Chancen vergaben Köppel und Cokicli, ehe das Tor auf der Gegenseite fiel: Nach einem Ospelt-Eckball traf Wunderli per Kopf zum 1:0 (33.). Doch noch vor der Pause besass Rebstein weitere zwei Topchancen. Zuerst Nater per Kopf (Glanzparade Baldinger) und Cokicli im Eins-gegen-Eins waren aber auch nicht erfolgreich. Vaduz hatte demgegenüber mit Ospelt und Demirci weitere Abschlüsse, ein Tor fiel aber auch hier nicht.

Viele Chancen, spätes Tor

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach nur 55 Sekunden glich Vasic mit einem satten Flachschuss zum 1:1 aus. Er handelte in einer hektischen Situation überlegt und erzielte das überfällige erste Tor für Rebstein. Nach einer flauen Phase erhöhten die Gastgeber den Druck nochmals, während es Vaduz für einmal nicht gelang, sich im Lauf des Spiels zu steigern.

Bei Rebstein war es Dominik Eugster, der zuerst per Volley und dann per Knie beste Chancen vergab, ehe ein Abschluss des Flügels auch noch geblockt wurde. Ein Tor gelang Eugster, der vor einer Woche in Au doppelt getroffen hatte, diesmal nicht, dafür ein entscheidender Assist: Nachdem er von Baiao mustergültig angespielt wurde, legte er den Ball zum kurz zuvor eingewechselten Lleshi, der in der 88. Minute zum hochverdienten 2:1 traf.

Bei diesem Resultat blieb es: Vaduz hatte zwar noch einige Standards, wirklich gefährlich wurde es für Goalie Dominic Huber aber nicht mehr. Vor dem entscheidenden Tor musste er jedoch noch zweimal eingreifen, als Mutapcija und Ospelt gefährlich abschlossen. Dennoch ist Rebsteins Sieg verdient; die Giger-Elf hat sich noch selten so viele Torchancen in einem Spiel erarbeitet – und darf sich nun über den Lohn dieser Mühen freuen.