So ernst ist es «unseren» Kantonsräten

56Ja-Stimmen und 43 Nein-Stimmen als klares Resultat haben nichts genützt. Weil das qualifizierte Mehr von 61 Stimmen nötig gewesen wäre, ist das Toggenburger Klanghaus-Projekt im Kantonsrat gescheitert. Schauen wir doch mal, ob Rheintaler Parlamentarier mitschuldig sind.

Gert Bruderer
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56Ja-Stimmen und 43 Nein-Stimmen als klares Resultat haben nichts genützt. Weil das qualifizierte Mehr von 61 Stimmen nötig gewesen wäre, ist das Toggenburger Klanghaus-Projekt im Kantonsrat gescheitert.

Schauen wir doch mal, ob Rheintaler Parlamentarier mitschuldig sind.

Geschlossen Nein haben die Rheintaler SVP-Kantonsräte gestimmt. (Was nicht verwundern würde, ginge es nur um Geld, aber die SVP wollte nicht einmal, dass in dieser Sache das Volk das letzte Wort hat. Ausgerechnet die SVP!)

Ausser den SVP-Männern hat ein einziger Rheintaler Kantonsrat Nein gestimmt: der Altstätter Andreas Broger, CVP. (Es war erst seine zweite Session; vielleicht hat er versehentlich den falschen Knopf gedrückt.)

Zum Absturz beigetragen haben massgeblich die Abwesenden, darunter mehrere SP-Kantonsräte von ausserhalb unserer Region. Aber auch der Oberrieter FDP-Gemeindepräsident Rolf Huber hielt es nicht für nötig, bei der Schlussabstimmung dabei zu sein, ebenso wenig der frühere Altstätter FDP-Stadtpräsident Daniel Bühler. (Den beiden FDP-Männern sei an dieser Stelle die Aussage ihres eigenen FDP-Regierungsrates Martin Klöti unter die Nase gerieben: «Das ist ein Affront.») Zu den Fehlenden gehört ausserdem der frisch gewählte CVP-Regierungsrat Bruno Damann.

Und schliesslich sind da auch noch jene, die nicht einmal eine Meinung haben. Etwa Beat Tinner (FDP), Gemeindepräsident von Wartau und Präsident der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten. Oder der aus dem Rheintal stammende Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, Erich Zoller. (Jahre des Diskutierens über das Klanghaus haben diesen beiden nicht genügt, um eine klare Meinung heranreifen zu lassen!)

Schade, sind die Wahlen schon vorbei.

Mit drei Ausrufezeichen: !!!

gert.bruderer@rheintalmedien.ch