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SKICROSS: Stars nähern sich der Olympia-Form

Der Oberegger Marc Bischofberger konnte im ersten Weltcup in Idre Fjäll als Zweiter wieder überzeugen. Die Sieger des Wochenendes waren aber zwei, die nur mässig in die Saison gestartet sind: Alex Fiva und Jean-Frédéric Chapuis.
Yves Solenthaler
Podest des ersten Schweden-Rennens (v. l.): Marc Bischofberger, Alex Fiva und Jean-Fréderic Chapuis liegen auch im Gesamtweltcup an der Spitze. (Bild: Swiss Ski)

Podest des ersten Schweden-Rennens (v. l.): Marc Bischofberger, Alex Fiva und Jean-Fréderic Chapuis liegen auch im Gesamtweltcup an der Spitze. (Bild: Swiss Ski)

Yves Solenthaler

Noch im letzten Jahr gewann der 26-jährige Marc Bischofberger die Cross Alps Tour der Skicrosser.

Seine härtesten Konkurrenten in den fünf Dezember-Rennen waren Terence Tchiknavo­rian (Frankreich), Viktor Andersson (Schweden) und Sergej Ridzik (Russland). Lauter bekannte Skicrosser, aber nicht die absoluten Stars der Szene.

Nun kommen die Olympischen Spiele in Pyeongchang näher – und prompt nutzten zwei Routiniers in Schweden die Gelegenheit, ihre Anwartschaft auf die olympische Goldmedaille zu unterstreichen.

Zwei Podien mit deutschsprachigen Fahrern

Der französische Olympiasieger Jean-Frédéric Chapuis und der Parpaner Alex Fiva sind die zwei aktiven Skicrosser mit den meisten Weltcupsiegen. Chapuis, dessen Mutter eine Schweizerin ist, schraubte in Idre Fjäll sein Karrieretotal auf 15 Triumphe. Fiva, der in Kalifornien aufgewachsen ist, errang einen Tag vorher seinen elften Weltcupsieg.

Im Dezember hatten der 31-jährige Fiva und der 28-jährige Chapuis nur je einmal das Podest erreicht. In den ersten zwei Rennen im Januar waren sie indes an beiden Siegerehrungen dabei: Chapuis wurde am Samstag, dem Schweizer Tag, Dritter, Fiva fuhr am Sonntag auf den zweiten Platz.

Bischofberger konnte im zweiten Schweden-Rennen nicht an seine vorherigen Leistungen anknüpfen und musste sich mit dem 16. Rang, dem schlechtesten Saisonergebnis, begnügen. Bei grenzwertigen, weil sehr windigen Bedingungen, wurde der Innerrhoder im Viertelfinal bereits beim Start geschlagen. Er musste auf der Startposition ganz rechts ins Rennen gehen – was ein Nachteil war, weil der Wind von dieser Seite kam. Prompt schaffte es Bischofberger kaum über die erste Welle und hatte danach keine Chance mehr, auf einen der zwei ersten Plätze vorzufahren.

Allerdings hatte der Oberegger bereits im Achtelfinal nicht mehr so unwiderstehlich gewirkt wie am Vortag und bei seinen zwei Siegen in Innichen: Er konnte sich erst auf der längsten Zielgeraden im Weltcup vom vier­- ten auf den ersten Rang verbessern. Wie Bischofberger die Wellen im Zielbereich schluckte, war ein Ausdruck seines immensen Selbstvertrauens.

Am Ende standen zwei Franzosen auf dem Podest: Jonas Devouassoux vervollständigte als Dritter die Siegerehrung vom Sonntag. Auch diese Podiumsfahrer konnten sich auf Deutsch verständigen: Devouassoux’ Mutter stammt aus Karlsruhe im deutschen Bundesland Baden-Württemberg.

Am ersten Renntag war es zwar sehr kalt in Mittelschweden (– 15 ° C), aber die Sonne schien. Vor allem die Schweizer Athleten strahlten in dieser herrlichen Winterlandschaft: Drei von ihnen hatten den Final erreicht. Der letzte Heat des Tages war an Spannung nicht zu überbieten: Alle vier Athleten besassen we­nige Meter vor dem Ziel noch Siegchancen. Schliesslich siegte Fiva vor Bischofberger, Chapuis und dem Waadtländer Romain Détraz.

Bischofberger fehlte nur eine Handlänge zum dritten Sieg in Folge – wenn Fiva nicht 11 cm grösser wäre als der Appenzeller, hätte die Rangfolge wohl umgekehrt gelautet.

Bischofberger fuhr während des ganzen Tages so stark wie bei seinen zwei Siegen in Innichen: Im Achtel- und Viertelfinal war er auf der sehr anspruchsvollen Strecke äusserst souverän. Im Halbfinal kam er (beinahe) mit Teamkollege Détraz ins Gehege, dennoch schafften beide den Sprung in den Final.

Bischofberger und Fiva in Südkorea dabei

Vor dem olympischen Wettkampf in Pyeongchang (Südkorea) vom Mittwoch, 21. Februar, steht nur noch ein Skicross-Weltcuprennen auf dem Programm – am kommenden Samstag in Nakiska (Kanada).

Im Schweizer Team geht es um die Olympia-Startplätze: An den Saisonsiegern Bischofberger und Fiva führt kein Weg vorbei. Den dritten Startplatz dürfte Armin Niederer erhalten. Der Routinier aus Klosters erreichte in Schweden zwar erstmals in dieser Saison den Halbfinal, profitiert aber von den Ergebnissen des Vorwinters.

Umkämpft bleibt der vierte Startplatz: Der Gamser Jonas Lenherr wurde zwar beim Saisonauftakt Vierter, wartet aber seither auf ein Spitzenergebnis. Der Bündner Timo Müller erreichte zwar ziemlich regelmässig (etwa jedes zweite Mal) die Viertelfinals, kam aber nie darüber hi­naus. Détraz überzeugte zwar im ersten Schweden-Rennen, hatte bis dahin aber wenig vorzuweisen. Einen Exploit in Kanada benötigt wohl Joos Berry – er kam noch nie über den 15. Platz hinaus.

Oberegger Fahne reist nach Pyeongchang

Marc Bischofberger kann der Selektion, die am 25. Januar (einen Tag vor seinem 27. Geburtstag) stattfindet, gelassen entgegenblicken. In Pyeongchang kann er sich im Gegensatz zu Idre Fjäll auch wieder über die Oberegger Fahne freuen: Fünf Oberegger, zwei Marbacherinnen und ein Lüchinger aus seinem Fanclub haben die Reise nach Südkorea bereits gebucht.

Stand im Weltcup (nach 7 von 11 Rennen): 1. Bischofberger 397 Punkte, 2. Chapuis (Fra) 309, 3. Fiva 288, 4. Ridzik (Rus) 257, 5. Tchiknavorian (Fra) 238, 6. Place (Fra) 213, 7. Andersson (Swe) 211, 8. Drury (Kan) 168, 9. Zangerl (Ö) 166, 10. Leman (Kan) 159. Ferner: 13. Niederer 136, 14. Müller 135, 16. Lenherr 124, 22. Berry 93, 30. Détraz 72.

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