Skicross
Marco Bischofberger fehlt beim Saisonstart

Am Dienstag und Mittwoch finden in Arosa die ersten zwei Weltcuprennen statt. Marc Bischofberger fehlt verletzt.

Yves Solenthaler
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Marc Bischofberger wird frühestens im Januar in Montafon in die Skicross-Saison starten.

Marc Bischofberger wird frühestens im Januar in Montafon in die Skicross-Saison starten.

Bild: Swiss Ski

Die Skicrosser starten mit zwei Sprintrennen in die Saison 2020/21. Der Sieger des letzten Weltcuprennens vom Frühjahr in Sunny Valley (Russland) wird dabei nicht am Start stehen: Der 29-jährige Marc Bischofberger musste gestern Freitag für die Rennen in Arosa sowie in Val Thorens (Forfait) geben. Der Oberegger laboriert an einer Schulterverletzung, die er sich bereits vor einiger Zeit bei einem Sturz zugezogen hatte.

Zunächst schien die Blessur harmloser Natur zu sein: Bis Mitte dieser Woche schien Bischofbergers Start in Arosa nichts im Weg zu stehen. Bis er in Trockenübungen den Start simulierte. Er sagt:

«Ich spürte bei der Startbewegung einen enormen Schmerz in der linken Schulter, schaffte nur noch zehn Prozent Leistung.»

Er liess sich die versehrte Schulter untersuchen, das Resultat war niederschmetternd: Der Muskel am Oberarm ist angerissen, die Genesung benötigt Zeit: «Wenn ich die Schulter zu stark belaste, könnte der Muskel ganz reissen», sagt Bischofberger, «dann wäre eine Operation unumgänglich.»

Deshalb versucht er nun, seine linke Schulter zu schonen und so einer Operation aus dem Weg zu gehen. Müsste Bischofberger unters Messer, fiele sei­ne ganze Saison aus. Mit einer konservativen Behandlungsmethode der Verletzung hofft er darauf, vom 13. bis 15.Januar in Montafon wieder am Start zu stehen.

Nach seiner schwachen letzten Saison, die im letzten Moment mit dem Sieg in Russland eine erfreuliche Wendung nahm, hat sich Marc Bischofberger für die kommende Saison einiges vorgenommen:

«Ich möchte wieder regelmässig Spitzenplätze er­reichen.»

Zusätzlichen Auftrieb erhielt er im Sommertraining durch einen Markenwechsel von Head zu Elan. Die Coronasituation belastete ihn nicht: «Weil keine Anlässe stattfanden, hatte ich sogar den Vorteil, mich voll auf den Sport konzentrieren zu können.» Auch das Schneetraining in Laax – eigentlich eine Notlösung – sei perfekt verlaufen. Bischofberger wäre bereit gewesen. Wegen der lädierten Schulter verpasst er nun aber die ersten vier Rennen, wodurch die WM-Quali noch schwerer wird.