Skicross gibt Comeback an Winter X-Games in Aspen

SKICROSS. Seit gestern Donnerstag findet in Aspen das weltgrösste Sportfest für Freaks und Freestyler statt. Das Programm der 19. Winter X-Games im US-Bundesstaat Colorado umfasst Snowboard-, (Mono-)Ski- und, man höre und staune, Schneemobil-Wettkämpfe.

Yves Solenthaler
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SKICROSS. Seit gestern Donnerstag findet in Aspen das weltgrösste Sportfest für Freaks und Freestyler statt. Das Programm der 19. Winter X-Games im US-Bundesstaat Colorado umfasst Snowboard-, (Mono-)Ski- und, man höre und staune, Schneemobil-Wettkämpfe. Für die Ski- und vor allem die Snowboard-Freestyler sind die nicht der FIS angeschlossenen X-Games das wichtigere Ereignis als Olympische Spiele. Für die Snowmobile-Szene ohnehin, ist diese Sportart doch nicht olympisch.

Rennen am Buttermilch-Berg

Skicross, das in der Familie der Freestyler ein Exot ist, geniesst seit 2010 olympische Weihen. Von den X-Games waren die Skicrössler aber in den letzten drei Jahren ausgeschlossen, an diesem Wochenende geben sie ihr Comeback. Mit dabei ist ein Appenzeller: Marc Bischofberger aus Oberegg, der im Januar 2015 ein Weltcuprennen gewonnen hatte, ist von den Veranstaltern eingeladen worden. Zu den Freestyler Weltspielen am Buttermilk Mountain in Aspen kann man sich nämlich nicht qualifizieren. Die Veranstalter laden die Athleten ein, die sie für X-Games-würdig befinden. Marc Bischofberger gehört wie seine Nationalteamkollegen Alex Fiva, Jonas Lenherr und Armin Niederer zu den Auserwählten.

Am Freitag ab 17 Uhr MEZ findet die Quali statt. Wie diese abläuft und ob es dabei um mehr als die Startreihenfolge geht, ist auch für die Pressestelle von Swiss Ski nicht ganz klar – lassen wir uns überraschen. Die Heats werden am Samstag um 22 Uhr MEZ ausgetragen. Der TV-Sender ESPN bietet im Internet einen Livestream an, der allerdings kostenpflichtig ist.

Zu den Favoriten gehört Bischofberger nicht, auch wenn er zuletzt steigende Form zeigte. Aber das Schweizer Team, das in den letzten zwei Weltcups drei Podestplätze holte, wird sicher zu beachten sein. An diesem Einladungswettkampf mit höchstens 24 Athleten kann an einem guten Tag ohnehin jeder an die Spitze fahren. Olympiasieger und Weltcup-Leader Jean-Frédéric Chapuis (Fra) ist der Topfavorit, Christopher Del Bosco (Kan) als zweifacher X-Games-Sieger (2010, 2012) sicher auch ein hoch gehandelter Kandidat.

In der Siegerliste figuriert übrigens auch ein ehemaliger Sieger der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel: Der inzwischen nicht mehr aktive US-Amerikaner Daron Rahlves war nach seiner Alpin-Karriere auch im Skicross erfolgreich; 2008 gewann er die Goldmedaille an den X-Games.

Arosa einen Monat später

Nach dem Nordamerika-Abstecher haben Bischofberger & Co. zwei Wochen Pause. Der am 5./6. Februar in Arosa geplante Weltcup ist wegen fehlenden Schnees um einen Monat verschoben worden: Am Freitag, 4. März, findet in Arosa ein Sprintrennen statt.

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