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SKICROSS: Erster Übersee-Podestplatz für Marc Bischofberger

Trotz Sturzes im Final wurde der Oberegger Dritter in Nakiska (Kanada).

Marc Bischofbergers Lauf hält an: In den letzten fünf Rennen fuhr er viermal aufs Podest. In seiner Karriere beendete er nun sieben Weltcuprennen in den Top 3, am Samstag fuhr der Appenzeller erstmals ausserhalb Europas aufs Podest.

Den ersten Weltcupsieg feierte am Berg, an dem Pirmin Zurbriggen 1988 Abfahrts-Olympiasieger geworden war, der Deutsche Paul Eckert. Zweiter wur­- de der Österreicher Christoph Wahrstötter. Vierter Finalist war der Kanadier Kevin Drury.

Kanadier fuhren übertrieben aggressiv

Im Final war Marc Bischofberger besser gestartet als in den vorherigen Heats, in denen er durch gekonnte Überholmanöver überzeugte. Der Oberegger reihte sich hinter Eckert auf dem zweiten Platz ein. Er hätte wohl um den dritten Saisonsieg konkurrieren können, wenn er von Drury nicht abgeschossen worden wäre. Dieser war nicht der erste Kanadier, der auf der Heimstrecke durch eine ruppige Fahrweise auffiel. Bischofberger war nicht der einzige Pilot, der darüber sauer war: «Die Kanadier sind zu aggressiv gefahren. Das sollte nicht sein.»

Bischofberger war in Kanada im Tableau mit Olympiasieger Jean-Frédéric Chapuis eingeteilt. Im ersten Heat kamen der Franzose und der Oberegger souverän weiter – damit stand bereits fest, dass Bischofberger die Führung im Gesamtweltcup verteidigt. Im Viertelfinal lag Chapuis wieder an der Spitze. Aber er verlor nach einem Sprung das Gleichgewicht, stürzte und riss den Russen Sergej Ridzik mit. Bischofberger konnte von diesem Malheur profitieren.

Im Halbfinal startete der Oberegger erneut mässig, konnte aber die Österreicher Johannes Aujesky und Thomas Zangerl praktisch in einem Zug überholen und sich für den Final qualifizieren. Er war der einzige Schweizer, der in der Provinz Alberta weit kam: Alex Fiva verabschiedete sich im Viertelfinal, Armin Niederer, Jonas Lenherr und Timo Müller mussten bereits im Achtelfinal die Segel streichen. Romain Détraz und Joos Berry hatten sich gar nicht fürs Rennen qualifiziert.

Kristallkugel für «Bischi» in Griffweite

Im Gesamtweltcup führt Marc Bischofberger nun mit 128 Punkten vor Titelverteidiger Chapuis. Nach dem Olympia-Wettkampf vom 21. Februar finden nur noch drei Weltcuprennen statt. Der Gewinn der Kristallkugel wird für den Doppelsieger von Innichen immer wahrscheinlicher: «Ich versuche, die Gesamtführung heimzubringen.» Aber das nächste grosse Ziel sind die Olympischen Spiele in Pyeongchang (Südkorea). Die Selektion erfolgt zwar erst am 25. Januar, aber an Bischofbergers Start in Bokwang, wo der olympische Skicross stattfindet, gibt es keine Zweifel mehr.

Das Schweizer Team reist bereits am Montag zurück nach Laax, wo die Athleten eine Woche an ihrer Kondition arbeiten. Danach geht’s bereits nach Südkorea zum intensiven Materialtest auf dem Schnee in Fernost. Unmittelbar vor dem Olympia-Einsatz reisen die Schweizer nach Japan an den Strand – in derselben Zeitzone wie in Südkorea geht es dort darum, sich fürs olympische Rennen lockerzumachen. Nach diesem Plan will das im Weltcup stets starke Schweizer Team endlich auch einmal an einem Grossanlass reüssieren. (ys)

Gesamtweltcup (nach 8 von 11 Rennen):

1. Bischofberger 457 Punkte , 2. Chapuis (Fra) 329, 3. Fiva 303, 4. Ridzik (Rus) 279, 5. Tchiknavorian (Fra) 245, 6. Place (Fra) 226, 7. Drury (Kan) 218, 8. Andersson (Swe) 211, 9. Wahrstötter (Ö) 209, 10. Zangerl (Ö) 198, 11. Eckert (De) 193. Ferner: 15. Niederer 146, 17. Lenherr 136, 18. Müller 135, 25. Berry 93, 30. Détraz 72.

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